Willkommen in unserer Community
Möchtest du dem Forum beitreten? Das gesamte Angebot ist kostenlos.
Registrieren
Smurf Bar
Joe

Thailand Reisebericht Pattaya März 2024: Für mich eine ganz neue Qualität des Tourismus

NOMAAM

Gibt sich Mühe
Thread Starter
   Autor
Thread Starter
19 November 2023
255
2.843
1.293
Saarland
Die sind aber explizit die Ausnahme. Und fuer das Ausziehen must du ja nur 2 Tequila bestellen. Das sind ja nicht Unmengen, danach reichen ja auch normale Ladydrinks.

Bezüglich der Trinkgewohnheiten der Ladies hatte ich es eher anders erlebt (schreibe ich heute Abend auch noch etwas dazu), aber es kann natürlich sein, dass "meine" Ladies sich hier eher untypisch verhalten haben.

Bezogen auf das Ausziehen eines einzelnen Kleidungsstücks (meist 300 Baht für 2 Tequilas) hast du recht - aber da gab es auch noch andere "Joker" (sprich: Aufsteller mit größeren Mengen - für andere "Services"), die ich hin und wieder gezogen hatte :devilish:
 
  • Like
Reaktionen: Uwee und pema

Bucs

Aktiver Member
    Aktiv
19 August 2016
127
575
1.283
Hi @NOMAAM,

Danke für deinen unterhaltsammen Bericht!

Die von dir angefragte Auswahlmöglichkeit bei den Aktionsangeboten ist da, auch wenn es nicht explizit drauf steht. Wenn du den Mädels sagts, dass sie die Getränke frei wählen können nehmen einige gern an und trinken Soju, SangSom oder was sie halt mögen. Andere greifen immer zum Tequila. In den Bars über die du hier geschrieben hast hab ich das selbst schon problemlos so gemacht.

Grüße, Bucs
 
  • Like
Reaktionen: NOMAAM

NOMAAM

Gibt sich Mühe
Thread Starter
   Autor
Thread Starter
19 November 2023
255
2.843
1.293
Saarland
Hi @NOMAAM,

Danke für deinen unterhaltsammen Bericht!

Die von dir angefragte Auswahlmöglichkeit bei den Aktionsangeboten ist da, auch wenn es nicht explizit drauf steht. Wenn du den Mädels sagts, dass sie die Getränke frei wählen können nehmen einige gern an und trinken Soju, SangSom oder was sie halt mögen. Andere greifen immer zum Tequila. In den Bars über die du hier geschrieben hast hab ich das selbst schon problemlos so gemacht.

Grüße, Bucs

Danke für den Tipp, werde ich mir definitiv merken - vielleicht erledigt sich das Problem mit dem weißen Tequila dann ja in Zukunft :)
 
  • Like
Reaktionen: Uwee und Bucs

NOMAAM

Gibt sich Mühe
Thread Starter
   Autor
Thread Starter
19 November 2023
255
2.843
1.293
Saarland
Tag 6: Samstag, 09.03.2024 – Er- (oder aus-?)nüchternd

Ich wachte auf.

Ich lag in einem (meinem?) Bett und in meinem Kopf schwirrten einige Fragen herum:
  • Wo bin ich? – Sieht nach meinem Hotelzimmer aus.
  • Wie (und wann) bin ich hierher gekommen? – Keine Ahnung.
  • Wie spät ist es? – Keine Ahnung, aber draußen scheint die Sonne.
  • Was ist passiert? – Die Party gestern im Club Fate muss wohl eskaliert sein.
  • Warum fühle ich mich so beschissen? – Sicherlich viel zu viel gesoffen.
  • Was mache ich jetzt? – Aufstehen, und so gut es geht das Geschehene rekonstruieren.

Ich kroch also aus meinem Bett, zog die Vorhänge auf und warf erst einmal einen Blick ins Zimmer: Sieht alles normal aus, also randaliert hatte ich gestern Abend zumindest mal nicht. Mein Weg führte mich ins Bad, auch hier zunächst ein Kontrollblick: Keine Sauereien zu erkennen, also hatte ich wenigstens noch meine Körperöffnungen unter Kontrolle. Nun griff ich zu meinem Medikamententäschchen und warf erst einmal eine Ibuprofen ein, um meine dröhnenden Kopfschmerzen zu lindern – ich hatte zwar gestern (bevor ich zum Club Fate ging), meine Anti-Hangover-Pillen eingenommen, aber Wunder können die Dinger halt auch nicht bewirken.

Plötzlich überkam mich Panik: Was ist mit meinen Sachen? Ist noch alles vorhanden oder ging etwas verloren (oder wurde ich gar bestohlen)? Meine Schuhe standen unter dem Schreibtisch, Hemd und Hose hingen im Schrank – so weit, so gut (wobei es schon ziemlich bizarr gewesen wäre, wenn ausgerechnet davon etwas abhanden gekommen wäre). Meine Armbanduhr lag auf dem Schreibtisch. Aber was ist mit meiner Umhängetasche (die ich abends immer dabei habe)? Hing am Stuhl. Ist noch alles drin? Geldbeutel ist da, Smartphone auch, Kindle ebenso (keine Ahnung, wieso ich den immer mitschleppte …). Was ist mit dem Inhalt des Geldbeutels? Kreditkarte ist noch da, Zimmerkarte ebenfalls (eigentlich logisch, aber es hätte ja auch sein können, dass ich mithilfe der Rezeption in mein Zimmer gekommen wäre).

Beim Blick ins Scheinfach meines Geldbeutels schlug dann jedoch die Realität voll zu: Dort waren nur noch rund 1.000 Baht drin, dabei war ich gestern Nachmittag mit etwa 16.000 gestartet!

Wie konnte das sein? Eine schnelle Überschlagsrechnung ergab:
  • Abendessen < 500 Baht
  • Blowjob (+ Vorhänge und Trinkgelder) ca. 1.600 Baht
  • D.h. ich müsste darüber hinaus noch etwa 13.000 Baht im Club Fate gelassen haben!
  • (Oder bin ich danach etwa noch woanders hin, woran ich mich jetzt überhaupt nicht mehr erinnern kann?)
Aber ist das möglich? Was um alles in der Welt habe ich dort gemacht, um auf einen solchen Betrag zu kommen? Oder hatten die mich etwa um mehrere Tausend Baht beschissen?

Nach längerem Überlegen bekam ich den gestrigen Ablauf einigermaßen wiederhergestellt und es war klar, dass der Club Fate mich NICHT betrogen hatte – stattdessen hatte ich einfach vollkommen unkontrolliert Ladydrinks, Shots, etc. spendiert (an das Läuten einer Glocke konnte ich mich zwar nicht erinnern, aber selbst das hielt ich für keineswegs ausgeschlossen). Das waren zwar alles nur kleine Einzelbeträge, aber multipliziert mit einem großen Faktor kam ich dann halt auf die genannte Größenordnung von 13.000 Baht. Tja, dumm gelaufen – die unkontrollierte Sauferei führte nicht nur dazu, dass ich gestern mein geplantes Tagesbudget um beinahe das Doppelte überschritten hatte, sie war auch der Grund dafür, dass es mir jetzt – am nächsten Morgen – so dermaßen dreckig ging.

Sicherheitshalber überprüfte ich noch den Safe (war zwar unwahrscheinlich, dass hieraus etwas fehlen würde, aber wer weiß, was ich gestern noch für „kreative“ Ideen hatte) – sehr gut, alles noch da. Somit blieb nur noch eine letzte Frage zu klären: Wie (und wann) kam ich gestern zurück ins Hotel? Bin ich etwa völlig hackedicht noch zu Fuß gelaufen? Hier brachte ein Blick in die Bolt-App Klarheit: Ich hatte mir gegen 23 Uhr einen Wagen bestellt (ob ich das noch alleine hinbekommen hatte oder ob ich Hilfe von den Ladies im Club Fate hatte, weiß ich bis heute nicht), der mich dann am Avani absetzte.
(Kleines Detail am Rande: Irgendwann im Laufe des Tages bemerkte ich, dass eine Packung Chips fehlte, die ich mir einige Tage zuvor aus dem 7/11 besorgt hatte – d.h. ich hatte gestern Abend wohl noch etwas Hunger gehabt.)

Meine Kopfschmerzen waren inzwischen etwas abgeklungen (Ibuprofen sei Dank), aber insgesamt fühlte ich mich immer noch, als wäre ein Elefant über mich drüber getrampelt – also was sollte ich jetzt machen? Das Bett sah auf den ersten Blick verlockend aus, aber einerseits war ich nicht wirklich müde (nur kaputt) und andererseits wollte ich mir nicht meinen Schlafrhythmus durcheinander bringen. Ein Blick auf die Uhr (kurz vor 10) verriet mir, dass ich noch innerhalb der Frühstückszeit lag (ging bis 11) – ich verspürte zwar keinen wirklichen Hunger, aber erfahrungsgemäß würden mir Kaffee und Nahrung jetzt ganz gut tun: Also ging ich schnell duschen und anschließend frühstücken. Frisch gestärkt beschloss ich dann, dass ich am besten meinem „normalen“ Tagesablauf folgen sollte – also schnell umgezogen, Schutzmittelchen aufgetragen und ab an den Pool.

Die Zeit dort nutzte ich vor allem zum Nachdenken: So kann es nicht weitergehen, einen Tag wie gestern darf es nicht noch einmal geben! Ich bin doch nicht nach Thailand gereist, um mich derart zuzuschütten, dass ich mich an meine ganzen Erlebnisse am nächsten Tag nur noch bruchstückhaft erinnern kann – von dem ganzen Geld, das ich in dem Zusammenhang sinnlos aus dem Fenster geworfen hatte, ganz zu schweigen! Ich nahm mir also fest vor, meinen Alkoholkonsum im Rest meines Urlaubs nicht überhand nehmen zu lassen: Das sollte nicht bedeuten, dass ich (fast) gar nichts mehr trinken würde, aber eine gewisse Grenze würde ich nicht mehr überschreiten (vereinfacht gesagt: Party ja, Exzess nein) – und das ist mir tatsächlich auch gelungen.

Auch wenn es mir im Laufe des Tages immer besser ging (und ich dann gegen Abend quasi vollständig „wiederhergestellt“ war), hatte ich schon früh entschieden, dass ich heute nicht ausgehen würde – einerseits, um meine gequälte Urlaubskasse etwas zu entlasten, andererseits aber vor allem, um mal etwas Entspannung von den vorangegangen aufregenden Tagen zu haben. Wie ich schon zu Beginn meines Berichts schrieb: Ich bin nicht der Typ für nonstop Party, daher war mir eigentlich schon von Anfang an klar, dass ich im Laufe der 2 Wochen den einen oder anderen „zero-day“ einstreuen würde. Das ging an diesem Tag tatsächlich so weit, dass ich noch nicht einmal zum Abendessen ging (möglicherweise hatte ich mir ein paar Snacks aus dem 7/11 besorgt, aber ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern) – ich war nicht besonders hungrig und hatte auch grundsätzlich überhaupt keine Lust, irgendetwas zu unternehmen. Ich blieb also einfach länger als sonst am Pool und verbrachte abends auf meinem Zimmer dann die Zeit mit Lesen, bevor ich schließlich recht früh zu Bett ging.

Fazit von Tag 6:

  • Am Pool liegen und nichts tun kann zur Abwechslung auch mal ganz nett sein – und die Bücher, die ich dabei hatte, lesen sich schließlich auch nicht von alleine.
  • Die Ausgaben heute waren maximal im 3-stelligen Bereich, aber natürlich stehen noch die rund 15.000 Baht von gestern im Raum: Beide Tage zusammengerechnet habe ich somit aber tatsächlich mein geplantes Tagesbudget nahezu exakt eingehalten.
  • Vorsatz für morgen: Gerne wieder Party, aber dieses Mal nicht übertreiben.


(Da dieser Tag so ereignisarm war, veröffentliche ich nachher noch einen themenbezogenen Exkurs.)
 

MrDeeJay

Last night a DJ saved my Life
    Aktiv
25 Juli 2018
1.049
4.970
2.215
Frankfurt am Main
Bzgl. des Sierra stimme ich dir zu, das Zeug taugt echt nur, um sein Klo damit zu putzen - aber genau dieses Gesöff scheinen sie auch für die Shots in Pattaya zu verwenden
Wenn Du Glück hast ;)
wird wohl eher dieser gewesen sein ... notfalls umgefüllt
1740506547831.png
Sierra ist zu teuer
1740506506891.png
D.h. ich müsste darüber hinaus noch etwa 13.000 Baht im Club Fate gelassen haben!
ja, kann schon passieren ... ist bei mir zwar auch nicht oft, aber 15.000 in einem Laden wenn man Spass mit 2 bis 4 statt einem Mädel hat, geht das schnell ;)
Ich bin doch nicht nach Thailand gereist, um mich derart zuzuschütten, dass ich mich an meine ganzen Erlebnisse am nächsten Tag nur noch bruchstückhaft erinnern kann – von dem ganzen Geld, das ich in dem Zusammenhang sinnlos aus dem Fenster geworfen hatte, ganz zu schweigen!
Interessant, ich kann mich an die 15k Abende meistens gut erinnern, aber wenn ich mit unter 5k Kosten bis Morgens mit Freunden in Myst, Republic und Co war, dann wurde es ab und an schon mal nebulös :rolleyes:
... dann hat man pro Nase aber bis zu 2 Flaschen Whikey, Wodka oder Rum intus - besonders bei Wodka bin ich empfindlich 🤪
 

NOMAAM

Gibt sich Mühe
Thread Starter
   Autor
Thread Starter
19 November 2023
255
2.843
1.293
Saarland

Eine kurze Geschichte über … Alkohol

An dieser Stelle möchte ich sowohl über mein eigenes Verhältnis zu Alkohol berichten als auch über das der Ladies, mit denen ich während meines Urlaubs zu tun hatte (daher ist dieser Aspekt natürlich sehr subjektiv bewertet, da ich ja aufgrund meines kurzen Aufenthalts nicht wirklich die Gelegenheit hatte, hier genauere Untersuchungen durchzuführen).

Fangen wir mit dem (einzigen) Aspekt an, den ich tatsächlich objektiv beurteilen kann (zumindest bilde ich mir das so ein): Mein Konsum von alkoholischen Getränken. Dass ich im Urlaub dazu neige, viel (teilweise zu viel) zu trinken, habt ihr inzwischen sicherlich schon bemerkt. (Kleiner Spoiler: Ich bin auch an den restlichen Urlaubstagen, über die ich später noch berichten werde, nicht zum Abstinenzler mutiert.) Ob dadurch schon die medizinische Definition eines Alkoholabhängigen erfüllt ist, weiß ich nicht. Fakt ist, dass bei mir Alkohol zum Urlaub (egal, ob in Pattaya oder sonst wo) fest dazu gehört. Warum ist das so? Grundsätzlich bin ich ein sehr introvertierter Mensch, der große Probleme (teilweise schon fast Panik) hat, mit fremden Menschen zu interagieren – ein niedriger Alkoholpegel hilft mir dann dabei, diese Scheu (zumindest teilweise) zu überwinden.

Moment mal, werdet ihr jetzt vielleicht einwenden, mein Alkoholpegel in den vergangenen Tagen war doch alles andere als niedrig – wie passt das jetzt zusammen? Tja, und damit wären wir auch schon bei meinem zweiten Problem angelangt: Ich verspüre oft eine große innere Unruhe, das bedeutet, dass ich schnell die Lust an dem, was ich grade tue, verliere und mich schnell etwas anderem zuwenden möchte. Anders gesagt: Ich verliere schnell die Geduld (das soll nicht heißen, dass ich dann in irgendeiner Art ausrasten würde – „Geduldsfaden reißen“ bedeutet bei mir keinen aggressiven Ausbruch, sondern verursacht eine Fluchtreaktion) und wende mich von meiner aktuellen Tätigkeit (oder den Personen, mit denen ich grade interagiere) ab. Konsum von Alkohol (salopp gesagt: einen gewissen Pegel erreichen und diesen dann halten) dämpft diese Unruhe und ich bin dann auch in der Lage, mich über längere Zeit mit einer Sache zu beschäftigen. Dummerweise schieße ich dabei leider manchmal übers Ziel hinaus (wie z.B. an Tag 5) und ärgere mich im Nachgang dann immer sehr darüber.

Abseits von Urlauben (und gelegentlicher Feiern – kommen aber nicht oft vor) ticke ich hingegen ganz anders bzw. gehe ganz anders mit Alkohol um. Zuhause trinke ich nur selten (im Schnitt vielleicht ein- bis maximal zweimal pro Woche) Alkohol und dann auch nur kleine Mengen (maximal 1-2 Bier, ein Glas Wein oder ein Gläschen guten Rum/Whisky). Oft kommt es auch vor, dass ich wochenlang gar nichts trinke – weil ich einfach keine Lust darauf habe. (Wo wir grade dabei sind: In diesem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe, habe ich grade eine Flasche Bier neben mir stehen – also Prost!)

Aber wie mache ich das im Berufsleben? Einfache Antwort: Abgesehen von Firmenfeiern (vielleicht eine Handvoll pro Jahr) trinke ich auf der Arbeit gar nichts, ich lagere auch (im Gegensatz zu manchen Kollegen) keinen Tropfen Alkohol im Büro. Aber treten nicht auch grade hier meine beiden oben beschriebenen Probleme (Introvertiertheit, innere Unruhe) zu Tage? Ja, das tun sie, aber hier habe ich einen einfachen Grundsatz: Ich mache meine Arbeit, um damit Geld für meinen Lebensunterhalt zu verdienen – wenn ich deshalb über meinen Schatten springen muss (mit mir unbekannten Personen interagieren, mich längere Zeit auf eine – möglicherweise langweilige – Tätigkeit fokussieren), dann tue ich es einfach (nach dem Motto: Augen zu und durch). Ich wünschte mir oft, das würde mir auch im Privatleben so gelingen, aber hier kommt mir dann der Umstand in die Quere, dass ich alles, was ich tue, freiwillig mache und somit auch jederzeit entscheiden kann, gewisse Dinge eben NICHT zu tun (ausgenommen natürlich elementare Sachen wie Einkaufen gehen, Rechnungen bezahlen, etc.).

Okay, das waren nun genug Infos zu mir – kommen wir nun zu einem interessanteren Thema (hoffe ich zumindest): Ladies in Pattaya und ihr Verhältnis zum Alkohol.

In Berichten über Pattaya (hier im Forum, aber auch in Büchern, Youtube-Videos, etc.) liest man ja oft, dass die Ladies (oder zumindest viele von ihnen) hemmungslose Schluckspechte wären: Einerseits durch ihre Arbeit (weil sie von Kunden ständig mit Ladydrinks „gefüttert“ werden), aber auch außerhalb (wenn sie z.B. danach noch auf Parties gehen, etc.). Aber trifft das wirklich zu? Meine Beobachtungen (wie bereits gesagt, meine Quellenlage ist natürlich recht dünn) gehen eher in eine etwas andere Richtung: Auch ich bin während meines Urlaubs auf Ladies getroffen, die am Ende ihrer Schicht quasi nicht mehr stehen konnten – sie schienen mir aber eher die Ausnahme als die Regel zu sein. Wie komme ich zu dieser Ansicht? Schauen wir hierzu mal etwas mehr in die Details.

Fangen wir mit den Ladydrinks an: Wenn ein Kunde sie zu einem solchen einlädt, kann/darf sie nicht ablehnen, da dadurch Umsatz für die Bar generiert wird (und – kann ich selbst nicht beurteilen, aber wurde schon öfter hier im Forum thematisiert – sie eine Mindestmenge an Ladydrinks generieren muss, um nicht gegen die Regelungen ihres Arbeitsvertrags zu verstoßen). Und zusätzlich bekommt sie auch noch selbst einen Anteil an jedem Drink: In einigen Gents Clubs konnte ich das beobachten – bei jeder Bestellung eines Ladydrinks landeten die Kosten hierfür auf meinem Belegzettel, aber zusätzlich spuckte das Kassensystem noch einen weiteren (kleineren) Beleg aus, auf dem „50 Baht“ aufgedruckt waren. Diesen Zettel steckte die Lady ein, das war ihr Anteil an dem Drink. Okay, saufen ist für die Ladies also Pflicht – aber stimmt das wirklich?

Schauen wir uns nun die Ladydrinks also einmal genauer an: Sicherlich ist jedem von euch schon aufgefallen, dass die Gläser hierfür wesentlich kleiner sind als diejenigen, die ein Gast serviert bekommt (wenn er z.B. Sangsom-Coke bestellt) – ich schätze etwa 150 ml im Vergleich zu 250 ml. Und die Hauptzutat ist eh immer die gleiche: Große Mengen an Eis. Also enthält selbst ein „normal starker“ Ladydrink (d.h. die gleiche Stärke, die auch einem Gast serviert wird) nur eine vergleichsweise kleine Menge an Alkohol. Aber haben diese Drinks überhaupt normale Stärke? Während ich mit „meinen“ Ladies zusammensaß, ließen sie mich auch des öfteren mal ihre Ladydrinks probieren und dabei konnte ich meist ein gewisses Muster feststellen: Zu Beginn eines Abends hatten die Drinks noch eine gewisse Stärke (man schmeckte den Alkohol deutlich heraus), je später es wurde, desto schwächer wurden dann die Drinks – schließlich waren sie quasi nur noch gefärbtes Wasser. Sicherlich gibt es auch hier Ausnahmen – d.h. Ladies, die ihre Drinks den ganzen Abend über in voller Stärke konsumieren – aber das ändert nichts an meiner Folgerung: Die Ladies entscheiden selbst, wie stark ihre Getränke sind, d.h. sie können selbst darüber bestimmen, ob sie am Ende des Abends einen hohen oder niedrigen Alkoholpegel haben.

Okay, die (teilweise aufgezwungenen) Ladydrinks sind also nicht (oder zumindest nicht hauptursächlich) der Grund dafür, dass manche/viele Dienstleisterinnen ein massives Alkoholproblem haben. Ich habe jetzt zwar keine Studie zur Hand, die einen Vergleich aufzeigen könnte zwischen dem Alkoholkonsum von Thailänderinnen generell und solchen, die im Rotlichtmilieu tätig sind – ich bin mir aber relativ sicher, dass Angehörige dieser Berufsgruppe deutlich häufiger zu Alkoholismus neigen als „durchschnittliche“ Thailänderinnen. Warum ich das glaube? Wohl die wenigsten Ladies in Pattaya würden ihre Arbeit als sexuelle Dienstleisterinnen als ihren Traumjob bezeichnen – die meisten werden diesen Job schlicht deshalb machen, weil sie nicht viele (oder gar keine) Alternativen haben; klar gäbe es Jobs z.B. im Supermarkt, in Büros, etc. – die werden jedoch viel schlechter bezahlt und alleine damit dürfte es schwierig sein, neben sich selbst noch weitere Familienangehörige zu versorgen.

Also haben wir hier folgende Situation vorliegen: Unzufriedenheit (oder gar Abscheu?) mit dem Job (bzw. mit der Lebenssituation insgesamt), kombiniert mit leichter Verfügbarkeit von Alkohol – das ist in meinen Augen eine gefährliche Kombination, die Menschen leicht in Abhängigkeit geraten lassen kann. Um dieser Versuchung – den Verstand zu betäuben, die Realität ausblenden zu können – zu widerstehen, ist schon eine gewisse Willensstärke erforderlich, über die vermutlich nicht jede der Ladies verfügt.

Was ich denn jetzt als Lösung für diese Problematik vorschlagen würde? Gar keine, ich habe nur meine Sicht der Dinge erläutert.
 

MrDeeJay

Last night a DJ saved my Life
    Aktiv
25 Juli 2018
1.049
4.970
2.215
Frankfurt am Main
Was ich denn jetzt als Lösung für diese Problematik vorschlagen würde? Gar keine
Gibt auch keine ;) vieleicht ist Dir auch aufgefallen, dass sich die Ladys, die keine Ladydrinks bekommen sich zum Teil auch an eine SangSom oder HongTong Flasche bedienen, die sich entweder die Mädels selbst am 7/11 geholt haben, oder auch der Boss bzw. die Mamasan zur Verfügung stellt, damit auch diese Mädels lockerer werden können ;)
Es gibt aber auch Mädels, die nicht viel oder gar keinen Alkohol trinken, die bekommen oder nehmen dann eine Saftschorle als Ladydrink 😜
 

NOMAAM

Gibt sich Mühe
Thread Starter
   Autor
Thread Starter
19 November 2023
255
2.843
1.293
Saarland
Gibt auch keine ;) vieleicht ist Dir auch aufgefallen, dass sich die Ladys, die keine Ladydrinks bekommen sich zum Teil auch an eine SangSom oder HongTong Flasche bedienen, die sich entweder die Mädels selbst am 7/11 geholt haben, oder auch der Boss bzw. die Mamasan zur Verfügung stellt, damit auch diese Mädels lockerer werden können ;)
Das ist mir tatsächlich nicht aufgefallen, aber es klingt auf alle Fälle plausibel (vielleicht sind die Ladies in den Bars, die ich besuchte, dabei einfach nur sehr dezent vorgegangen - oder ich war durch "meine" Ladies zu stark abgelenkt, um hier genauer hinzuschauen :bigsmile). Es kann auch gut sein, dass in Situationen wie an Tag 5, als ich ziemlich verschwenderisch mit Shots "um mich warf", das eine oder andere Getränk an eine Lady ging, die eigentlich nicht mit mir zusammen am Tisch saß (ohne, dass ich es bemerkt hätte - wäre mir in dem Moment aber auch egal gewesen).

Was aber definitiv mehrmals vorkam, war folgendes Szenario: Ich saß mit einer Lady zusammen und irgendwann (war meist schon später am Abend) schleppte sie dann eine andere Lady an und ich wurde gefragt, ob ich ihr nicht auch einen Drink spendieren könnte, da sie die ganzen Tag noch keinen Kunden gehabt hätte. Klar war das in erster Linie der Versuch, weiteren Umsatz für die Bar zu generieren, aber meistens stimmte diese Aussage tatsächlich (ich hatte natürlich nicht immer alle Ladies eines Ladens im Blick, aber mir war durchaus nicht entgangen, dass manche von ihnen die ganze Zeit über "einsam und alleine" waren). Und da ich ein zu weiches Herz (und ein durch Alkoholkonsum aus den Fugen geratenes Verhältnis zu meinem Geld) hatte, bekam dann die andere Lady ebenfalls einen Drink (aber auch in diesen Fällen natürlich nur zum üblichen "Umtauschkurs" - sie bekam was zu trinken, ich durfte sie als Gegenleistung dafür begrapschen :devilish:).

Es gibt aber auch Mädels, die nicht viel oder gar keinen Alkohol trinken, die bekommen oder nehmen dann eine Saftschorle als Ladydrink 😜
Das mit dem "gefärbten Wasser" (was ich in meinem letzten Beitrag schrieb) war in manchen Fällen durchaus (fast) wörtlich gemeint: Sprich, die Ladies hatten sich z.B. eine Sprite (komplett ohne Sangsom) oder einen Bitter Lemon (ohne Vodka) bestellt - hatte ich natürlich kein Problem damit, ich wollte den Ladies ja nicht vorschreiben, was sie trinken sollten.
 

OnkelToto

Maximalist
    Werbepartner
sie bekam was zu trinken, ich durfte sie als Gegenleistung dafür begrapschen
Das ist die allgemeine Spielregel in allen Läden hier. Finden einige Personen in Deutschland schon unglaubwürdig wenn ich das erzähle. Und was die Damen in sich reinschütten sollte nicht unser Ding sein, die machen eh was sie wollen. Der Pro sagt bestell Dir ein Bier und ich geb Dir einen 100er als Tip direkt.
 
  • Like
Reaktionen: NOMAAM

NOMAAM

Gibt sich Mühe
Thread Starter
   Autor
Thread Starter
19 November 2023
255
2.843
1.293
Saarland
Der Pro sagt bestell Dir ein Bier und ich geb Dir einen 100er als Tip direkt.
Hm, das klingt nach einer Win-Win-Situation: Ich spare dabei Geld (weil 100 Baht sind billiger als der Ladydrink für ca. 150 in den GC), die Lady verdient dabei Geld (100 Baht direkt statt nur 50, also ihren Anteil am Ladydrink) und muss nichts in sich hineinschütten - aber da die Bar dabei leer ausgeht, hätte ich dabei die Sorge, dass die mich (und die Lady möglicherweise auch) recht schnell vor die Tür verfrachten würden ...
 

OnkelToto

Maximalist
    Werbepartner
recht schnell vor die Tür verfrachten würden
Der Erfahrung nach nicht. Wobei ich das nur in Beerbars mache und nicht in GCs. Wenn die Bar mich nicht will wartet die nächste. Es geht auch nicht darum der Bar zu schaden sondern dieses sinnlose Shorts kippen zu vermeiden. Die Bar verdient an der Barfine noch genug.
 
  • Like
Reaktionen: NOMAAM

sterntat

Gibt sich Mühe
   Autor
13 Juli 2020
217
2.486
1.343
Hamburg
Ich habe in der Soi 6 mal Tequila aus dem fast leeren Glas vom Ladydrink probieren wollen, ob ich den überhaupt mag. Es war nur Wasser, war ihr erst etwas peinlich, aber danach haben wir drüber gelacht😅 ich finde es absolut in Ordnung, was ich ihr auch sagte, danach haben wir 2 bestellt und ich mag ihn einfach nicht🤣
Ansonsten wären ja die meisten auch zu schnell zu betrunken.
Aber auch das kommt natürlich vor😇🤣
 
  • Like
Reaktionen: DaBaWa und NOMAAM

sterntat

Gibt sich Mühe
   Autor
13 Juli 2020
217
2.486
1.343
Hamburg
Es gibt Läden da soll das so.
Ja, aber ich mag es nicht. Ich habe immer aufgepasst, das es nicht zu viel wird, wenn ich noch Spaß haben wollte, das hat auch geklappt. Aber ich habe auch andere gesehen🙈
Ein gewisser Pegel, dann hat man viel Spaß 🤗
Auch bei mir ist es sehr selten, das es zu viel wird.
Mir ist es im Urlaub nur einmal passiert. Aber ohne kotzen und bösen Hangover.
 
  • Like
Reaktionen: DaBaWa und NOMAAM

NOMAAM

Gibt sich Mühe
Thread Starter
   Autor
Thread Starter
19 November 2023
255
2.843
1.293
Saarland
Ich habe in der Soi 6 mal Tequila aus dem fast leeren Glas vom Ladydrink probieren wollen, ob ich den überhaupt mag. Es war nur Wasser ...

Das klingt für mich nach einer perfekten Marktlücke!

Die sollten auf die Aufsteller schreiben "2 shots of water - 300 Baht - take off", das würde ich gegenüber der Tequila-Variante eindeutig bevorzugen, denn es bringt nur Vorteile:
  • Niemand wird gezwungen, Tequila zu trinken ...
  • ... ergo wird auch niemand davon besoffen.
  • Die Bar spart Geld ...
  • ... und ich bekomme auch, was ich will (die Lady trennt sich von Teilen ihrer Kleidung)!
:bigsmile
 

Donni

contenance, motherfuckers !!
   Autor
4 November 2014
1.281
10.600
2.965
42
Hamburg
Okay, die (teilweise aufgezwungenen) Ladydrinks sind also nicht (oder zumindest nicht hauptursächlich) der Grund dafür, dass manche/viele Dienstleisterinnen ein massives Alkoholproblem haben. Ich habe jetzt zwar keine Studie zur Hand, die einen Vergleich aufzeigen könnte zwischen dem Alkoholkonsum von Thailänderinnen generell und solchen, die im Rotlichtmilieu tätig sind – ich bin mir aber relativ sicher, dass Angehörige dieser Berufsgruppe deutlich häufiger zu Alkoholismus neigen als „durchschnittliche“ Thailänderinnen. Warum ich das glaube? Wohl die wenigsten Ladies in Pattaya würden ihre Arbeit als sexuelle Dienstleisterinnen als ihren Traumjob bezeichnen – die meisten werden diesen Job schlicht deshalb machen, weil sie nicht viele (oder gar keine) Alternativen haben; klar gäbe es Jobs z.B. im Supermarkt, in Büros, etc. – die werden jedoch viel schlechter bezahlt und alleine damit dürfte es schwierig sein, neben sich selbst noch weitere Familienangehörige zu versorgen

Grundsätzlich sind die mausis Profis darin zu erkennen, wer gerne was für eine Geschichte hören möchte...

Aber ich habe noch nie ein Mausi kennen gelernt, welches kein massives Alkohol/Drogen Problem hat.

Super Bericht hier @NOMAAM , gefällt mir mit den nieder geschriebenen Gedanken und so!

Peace

Don
 
  • Like
Reaktionen: DaBaWa und NOMAAM