Tag 1: Montag, 04.03.2024 – Oh wie schön ist Pattaya (naja, nicht wirklich …)
Der Flieger landete (fast) pünktlich um Viertel vor sieben in BKK und stand natürlich am äußersten Ende des (Haupt-)Terminals – also hatte ich nach dem Aussteigen jetzt erst einmal noch ca. 15 Minuten (teilweise durch die Fahrstrecken unterstützen) Fußmarsch zur Immigration vor mir. War mir eigentlich aber auch ganz recht, da ich nach dem langen eingezwängten Sitzen nun endlich meine (Bewegungs-)Freiheit wieder genießen konnte.
Die Schlange an der Immigration war zwar nicht allzu lang, aber es waren wohl auch nicht alle Schalter geöffnet – daher dauerte es ca. 30 Minuten, bis ich durch war. Beim Anstehen verspürte ich aber tatsächlich den Wunsch, dass sie Klimaanlage doch gerne etwas höher hätten drehen können: Normalerweise kann ich Kühlschranktemperaturen in Innenräumen nicht ausstehen, aber da meine Kleidung (zumindest teilweise) noch an die kalten Bedingungen in der Heimat angepasst war, wurde es mir beim Warten dann doch schnell etwas zu warm.
Das etwas längere Warten an der Immigration hatte aber immerhin den Vorteil, dass ich danach schon von meinem auf dem Gepäckband kreisenden Koffer begrüßt wurde (ist mir so eindeutig lieber als z.B. in Frankfurt, wo die Immigration zwar schnell geht, aber es dann noch ewig dauert, bis sich das Gepäck blicken lässt): Also habe ich mir schnell das Ding geschnappt und wollte nun dem nächsten ATM einen Besuch abstatten (lange danach suchen musste ich natürlich nicht).
Nachdem ich den ATM darum gebeten hatte, mir doch bitte 20k Baht auszugeben (sein freundliches Angebot, den Betrag direkt in meiner Währung – also in Euro – abzurechnen, hatte ich natürlich dankend abgelehnt, da ich ja um den in diesem Fall deutlich schlechteren Kurs wusste), schien zunächst alles normal zu funktionieren – bis ich beim letzten Schritt (und einer gefühlt etwas zu langen Wartezeit) dann schließlich die Meldung erhielt, meine Transaktion könnte nicht abgeschlossen werden. Hm, seltsam – also gleich zum nächsten ATM und es nochmal probieren – aber auch hier funktionierte es nicht.
Jetzt ging das Kopfkino los: Ist meine Karte etwa für Auslandstransaktionen gesperrt? Kann eigentlich nicht sein, das hatte in der Vergangenheit doch des öfteren schon problemlos funktioniert. Hätte ich vorab meine Bank (bzw. den Kreditkartenherausgeber) informieren müssen? Kann eigentlich auch nicht sein: Das hatte ich bei früheren Reisen zwar schon öfters gemacht, aber irgendwann erhielt in dann die Info, dass das nicht mehr nötig wäre. Wie auch immer, ich wollte mich jetzt nicht weiter damit beschäftigen (weil nach einem langen Flug funktioniert erfahrungsgemäß mein Gehirn sowieso nur noch eingeschränkt), ich hatte mir ja schon vorab genügend Baht besorgt, um für den Anfang der Reise nicht komplett auf dem Trockenen zu sitzen.
Also auf zum nächsten Punkt auf der ToDo-Liste: SIM-Karte besorgen! Mittels Vorabrecherchen im Internet hatte ich herausgefunden, dass wohl DTAC das beste Angebot einer Tourist-SIM bot (bezogen auf Preise und Leistungen) und ich hatte mit diesem Betreiber in der Vergangenheit schon gute Erfahrungen gemacht – also auf zum nächsten DTAC-Stand (sollte laut deren Webseite einige davon im Ankunftsbereich geben). Aber auch hier hatte ich zunächst kein Glück (oder ehrlicher gesagt, ich war einfach zu dämlich), da ich ausschließlich Stände von AIS und TRUE sah – bis dann irgendwann endlich der Groschen fiel: DTAC und TRUE waren ja vor nicht allzu langer Zeit fusioniert! Ein genauerer Blick auf den nächsten TRUE-Stand offenbarte es dann auch: Dort war auch das DTAC-Logo abgebildet … Meine SIM-Karte hielt ich nun nach wenigen Minuten endlich in der Hand (aber nur für ein paar Sekunden, danach verschwand sie in meinem Smartphone) – es wurde zwar nun eine TRUE-Karte, die aber exakt die gleichen Preise (699 Baht für 15 Tage unbegrenztes 5G/4G-Internet, wenn ich mich recht erinnere) und Leistungen wie diejenige hatte, die ich auf der DTAC-Homepage gesehen hatte (keine Ahnung, ob es damals überhaupt noch eine Unterscheidung der beiden Betreiber gab – war mir aber auch egal, so lange die Karte gut funktionieren würde: Und das tat sie die nächsten 2 Wochen ganz hervorragend).
Blieb also nur noch eine letzte Sache am BKK zu erledigen (den Zoll hatte ich da schon ohne Probleme passiert): Wo finde ich nun meinen Transfer nach Pattaya? Die TUI-Mitarbeiterin stand tatsächlich genau dort, wo sie laut TUI-App stehen sollte und sie hatte auch meinen Namen auf ihrer Liste. Nach ca. 5 Minuten Wartezeit wurde ich dann zur auf dem Parkplatz wartenden Fahrerin geführt und war hier erst einmal etwas erstaunt: Ich hatte eigentlich mit einem Sammeltransfer (also Minibus/Bus) gerechnet, aber es erwartete mich ein Auto (war glaube ich ein mittelgroßes SUV) ganz für mich alleine – obwohl ich gar keinen Privattransfer gebucht hatte. Da mir das natürlich sehr recht war (so dämlich, mich darüber zu beschweren, bin ich dann doch nicht …), konnte die Fahrt auch sofort losgehen.
Die Fahrt verlief unspektakulär: Es war nicht allzu viel Verkehr und die Fahrerin versuchte auch weder, irgendwelche Geschwindigkeitsrekorde zu brechen, noch hat sie mich während der Fahrt vollgelabert – dafür hatte sie sich dann am Ende auch ein nettes Trinkgeld verdient. Mein Hotel fand sie auch auf Anhieb (da hatte ich trotz GPS in der Vergangenheit schon ganz andere Sachen erlebt) und setzte mich nach ca. 80-90 Minuten direkt davor ab, es war nun kurz nach 9 Uhr.
(Während der Fahrt ist mir dann auch noch eine mögliche Ursache eingefallen, warum meine Kreditkarte am ATM vorhin nicht funktioniert hatte: Gibt es hier möglicherweise ein Tageslimit für Abhebungen im Ausland? Weil 20k Baht (+ 220 Baht Gebühren) waren ja mehr als 500 Euro …).
Nun stand ich also vorm Avani Hotel (sah von außen ja schon mal ganz nett aus) und während der Portier mir schon meinen Koffer abgenommen hatte, hatte ich nun endlich Zeit, meiner Nikotinsucht zu frönen (wäre am Flughafen im Außenbereich zwar auch schon gegangen, aber da fehlte mir einfach die Motivation, hier noch einen Umweg zu gehen – ich wollte lieber sofort weiter nach Pattaya).
Der gute Eindruck des Hotels setzte sich auch in der Lobby fort – schön gestaltet und alles sehr offen. Nun also zum Einchecken: Lief absolut problemlos, auch mein vorab verhandeltes Arrangement bzgl. des Early-Check-in wurde honoriert. Die Kaution (7000 Baht, also 500 pro Nacht) wurde auf meiner Kreditkarte geblockt (also weiß ich jetzt zumindest schon mal, dass sie generell in Thailand funktionierte …) – auf mein Zimmer musste ich aber noch etwas warten (ca. 15-20 Minuten), da es ja „erst“ ab 10 Uhr bereit sein sollte.
Um kurz vor 10 Uhr bekam ich dann auch die Zimmerkarte ausgehändigt und es ging mit dem Aufzug nach oben – mein Zimmer lag auf der 4. Etage. Es war nicht riesig groß (ca. 30 qm) und die Ausstattung war auch nicht mehr ganz neuwertig, aber alles war geschmackvoll eingerichtet (und auch sehr sauber) – Ablagen und Platz im Kleiderschrank gab es genug, aber (wie fast in allen Hotels, in denen ich bisher war, ganz egal wo) viel zu wenige Kleiderbügel, aber zum Glück habe ich ja auf Reisen stets ca. 10 Plastikbügel mit dabei (wiegen fast nichts und Platz im Koffer dafür findet sich immer).
Das Badezimmer war etwas seltsam eingerichtet (wusste ich aber vorher): Statt einer Duschkabine gab es eine normal große Badewanne, über der eine Regendusche angebracht war (zusätzlich gab es natürlich auch noch eine Handbrause). Einen Duschvorhang gab es zum Glück nicht (sonst hätte ich das Hotel auch nicht gebucht – ich hasse es wie die Pest, wenn mir die Scheißdinger beim Duschen ständig am Arsch kleben), stattdessen eine feste (Glas-)Abtrennung zwischen Wanne und restlichem Badezimmer – die sich allerdings nur über knapp die halbe Breite der Wanne erstreckte, von daher rechnete ich mit Überflutungen beim Duschen (diese Sorge stellte sich jedoch als weitestgehend unbegründet heraus, da das Wasser größtenteils von der Abtrennung und dem breiten Wannenrand abgefangen wurde). Ansonsten gab es im Badezimmer noch die Toilette und ein einzelnes Waschbecken – hier ebenfalls alles sehr sauber – und Einwegutensilien (Zahnbürste, etc.) gab es auch.
Ein „Feature“ des Badezimmers habe ich jedoch bis heute nicht verstanden: Direkt hinter der Badewanne gab es eine große Glaswand, die das Bad vom restlichen Zimmer abtrennte – wieso war die aus (nicht abgedunkeltem) Glas? Eine Jalousie zum Verdunkeln gab es zwar, aber warum nicht einfach eine „normale“ Wand einbauen? An der guten Aussicht kann es nicht gelegen haben: Das Zimmer generell hatte zwar einen schönen Blick in den Garten, aber davon sah man vom Badezimmer aus nichts, da der Wohn-/Schlafbereich im Weg lag. War die Glaswand also als „Spannerwand“ gedacht, damit man seinen Zimmerpartner beim Duschen (oder auch beim Toilettengang …) beobachten konnte? Ich schaue zwar auch gerne den Ladies beim Duschen zu (oder besser noch, dusche gleich mit ihnen zusammen), aber dafür könnte ich mich doch einfach direkt ins Badezimmer stellen …
Naja, ist auch egal, ich muss ja nicht alles verstehen. Kommen wir nun zum Balkon: Er war ausreichend groß, damit zwei Stühle und ein kleiner Tisch darauf Platz fanden (der Vollständigkeit halber: Rauchen war dort erlaubt, im Zimmer nicht) und bot eine schöne Aussicht in den Garten-/Poolbereich – tatsächlich standen einige der großen Bäume so nah, dass man schon fast danach greifen konnte. Was mir hier zum ersten Mal bewusst wurde: Moskitos waren reichlich vorhanden und sie konnten es auch kaum erwarten, mich persönlich zu begrüßen (dazu später noch mehr) …
Um schon mal etwas vorzugreifen: Die (nächtliche) Ruhe, die ich mir im Vorfeld erhofft hatte, war definitiv gegeben: Bei geschlossener Balkontür hörte man vom Innenbereich kaum noch etwas (abends/nachts war da – mit Ausnahme einer einzigen Karaoke-Party, deren Lautstärke sich in Grenzen hielt – eh nichts mehr los). Vom Straßenlärm war gar nichts zu hören und auch von dem, was sich auf den Fluren abspielte, bekam ich im Zimmer so gut wie nichts mit (nur, wenn es manche Gäste unbedingt darauf anlegten, bei ihrer nächtlichen Rückkehr so viel Krach wie möglich zu machen – was aber zum Glück so gut wie nie vorkam).
Die Klimaanlage funktionierte gut (der Auslass zeigt auch nicht direkt auf das Bett), sie war mir aber selbst auf der niedrigsten Stufe etwas zu laut, so dass ich sie nachts einfach ausgeschaltet ließ. Stand jetzt ist also das (vorläufige) Fazit, dass ich bei meiner Hotelauswahl definitiv nicht komplett ins Klo gegriffen hatte (einen großen Nachteil sollte ich doch noch finden, aber dazu mehr im Bericht zum Folgetag).
So, jetzt hatte ich Lust auf mein erstes alkoholisches Getränk in Pattaya (die Regel „kein Bier vor vier“ hat mich noch nie interessiert …) – da ich noch keine Gelegenheit hatte, dem nächstgelegenen 7/11 einen Besuch abzustatten (was eh nichts gebracht hätte, da ich um diese Zeit noch vor einem verschlossenen Kühlschrank mit Bier gestanden hätte), warf ich einen Blick in die Minibar in meinem Zimmer: Hier gab es einige Flaschen Chang und Heineken käuflich zu erwerben (sowie Softdrinks und Snacks – Wasserflaschen gab es gratis) und die Preise waren grade noch okay (ca. 100 Baht, wenn ich mich recht erinnere). Ich schnappte mir also ein Chang und trank es gemütlich auf meinem Balkon.
(Geht gleich weiter.)