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Joe

Thailand Reisebericht Pattaya März 2024: Für mich eine ganz neue Qualität des Tourismus

NOMAAM

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19 November 2023
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Ich möchte mich an dieser Stelle schon einmal für euer nettes Feedback bedanken - das motiviert mich sehr, meinen Bericht zu Ende zu schreiben (derzeit sind etwa 80-90% fertig, d.h. am Wochenende sollte ich ihn abschließen können).

Und natürlich werde ich auch weiterhin jeden Tag ein neues Stückchen davon veröffentlichen :)
 

NOMAAM

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19 November 2023
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Es geht nach Pattaya! Aber wie genau?


Nachdem ich euch in den vorangegangen Beiträgen meine Gründe dargelegt habe, warum ich mir Pattaya als nächstes Reiseziel ausgesucht habe, geht es nun um die detaillierte Planung – ihr ahnt es wahrscheinlich schon: Hier kommt jetzt wieder eine Aufzählung ;)
  • Reisezeitraum: Anfang/Mitte März 2024. Der Beginn der Nebensaison erscheint mir hier als guter Kompromiss – noch nicht zu heiß/regnerisch, aber auch nicht mehr so voll/überlaufen wie noch in den Wochen davor.
  • Reisedauer: 2 Wochen (plus die obligatorischen 1-2 Tage extra aufgrund der langen Reisezeiten). Aufgrund der Erfahrungen bei meinen vergangenen Fernreisen hat sich diese Dauer als für mich als die ideale herausgestellt – weniger ist mir aufgrund der langen An- und Abreisezeiten zu stressig und bei längerem Aufenthalt wird es mir dann meist auch irgendwann langweilig (und die dadurch steigende Belastung meines Geldbeutels/Bankkontos spielt natürlich auch eine Rolle).
  • Budget: Irgendwas im mittleren 4-stelligen Bereich – genauer wollte ich mich hier zunächst noch nicht festlegen, da ich noch keine näheren Infos zu den Kosten von Hotels und Flügen hatte.
  • Flug: Von Frankfurt aus nach (natürlich) Bangkok, auf jeden Fall nonstop – ich versuche Umsteigeverbindungen (sofern möglich) immer zu vermeiden, da sie zwar günstiger sind, aber die Reisedauer dadurch noch um einige Stunden verlängert wird. Auch ist es mir tatsächlich lieber, eine lange Zeit (in diesem Fall ca. 11-12 Stunden) ununterbrochen im Flieger zu verbringen, als nach einem bereits längeren Flug vor der Gewissheit zu stehen, dass ich mir das jetzt gleich noch einmal antun muss …
  • Hotel: Sollte möglichst zentral gelegen sein (also z.B. Jomtien schied damit schon aus), am liebsten ein Resort der gehobenen Kategorie – luxuriös brauche ich nicht, aber einige Komfortansprüche habe ich dann doch (zumal das Verbringen der Zeit am Hotelpool ja meine „Backup“-Lösung sein soll, für den Fall, dass mir das „Entertainment“-Angebot in Pattaya dann doch nicht gefallen sollte). Das Thema Joiner Fee hatte ich zwar auf dem Schirm, es hatte für mich jedoch keine hohe Priorität (da ich – wie zuvor geschrieben – eh nicht vorhatte, Ladies mit auf mein Hotelzimmer zu nehmen).

Auch wenn einige hier jetzt die Nase rümpfen werden, habe ich meine Daten und Kriterien zunächst in die Suchmaske eines großen Pauschalreiseanbieters (TUI) eingegeben, um mir einen Überblick zu verschaffen (insbesondere auch bezüglich der zu erwartenden Kosten) – das ergab dann zunächst einmal eine Liste von ca. 50 infrage kommenden Hotels. Diese Liste konnte ich jedoch rasch stark verkleinern (vor allem mit Blick auf die genaue Lage und die Bewertungen der Hotels), so dass am Ende tatsächlich nur noch 2 Hotels in die nähere Auswahl kamen: Das Hilton und das Avani. Erstgenanntes habe ich dann aber aufgrund der doch sehr hohen Preise ebenfalls schnell verworfen – blieb also nur noch das Avani.

Dieses schaute ich mir nun also ganz genau an:
  • Verglichen mit den meisten anderen Hotels in Pattaya war es zwar ziemlich teuer, aber da mir bereits die niedrigste Zimmerkategorie („Deluxe“) zusagte, hielten sich die Kosten noch im erträglichen Rahmen.
  • Insbesondere die schön gestaltete Poollandschaft – inmitten eines tropischen Gartens – gefiel mir gut (so gut, dass ich mir vorstellen konnte, hier zur Not auch den größten Teil meiner Zeit zu verbringen). (An dieser Stelle ein kurzer Ausblick auf einen nachfolgenden Beitrag: Dieser tropische Garten sollte mir noch einige Probleme bereiten …)
  • Die Lage erschien mir perfekt: Nicht weit weg von der Walking Street, der LK Metro, der Soi Boomerang, etc. (lediglich der Weg zur Soi 6 ist recht weit, aber darauf lag mein Fokus ja eh nicht).
  • In den Rezensionen wurde auch fast immer hervorgehoben, dass im Hotel vom Trubel der Stadt nichts zu hören sei – das war mir wichtig, da ich ja nicht die Absicht hatte, bis lange in die Nacht hinein durchzufeiern und ich es daher gar nicht gebrauchen könnte, wenn mich Lärm aus der Umgebung um den Schlaf bringen würde.
  • Auch wurde immer wieder das tolle Frühstücksbuffet hervorgehoben: Das war mir ebenfalls wichtig, da mir zwar bewusst war, dass es auch in der näheren Umgebung gute Frühstückangebote gab, aber am frühen Morgen habe ich in der Regel noch keine besondere Lust, mein Hotel zu verlassen.
  • Im zugehörigen Hotel-Thread hier im Forum hatte ich gelesen, dass es wohl nicht ganz klar/eindeutig ist, ob das Hotel nun eine Joiner Fee erhebt oder nicht – aber wie schon geschrieben, das hatte für mich nicht wirklich eine Bedeutung. (Auch hier ein kleiner Spoiler zu einem späteren Beitrag: Ich sollte zu diesem Thema doch noch Erfahrungen aus erster Hand sammeln können …)
  • Wirklich (für mich relevante) negative Punkte zum Hotel konnte ich nicht finden – außer höchstens, dass die Getränkepreise (z.B. an der Poolbar) doch recht hoch waren, aber da alles andere gut passt, muss ich mich damit wohl arrangieren.

Damit war auch diese Entscheidung gefallen: Das Avani wird für 2 Wochen mein temporäres Zuhause! Blieb nur noch die Frage, ob ich es – in Verbindung mit einem Nonstop-Flug mit Thai Airways und einem Transfer vor Ort – für knapp über 3000 Euro direkt hier bei TUI als Pauschalreise buche oder ob ich nicht besser die Bausteine einzeln buchen sollte (Booking/Agoda, auf der Homepage der Thai Airways und dann noch bei einem Transferanbieter). Nach einem Preisvergleich ergab sich, dass es einzeln zwar ca. 2-300 Euro billiger gewesen wäre, aber u.a. aufgrund der besseren Stornierungsbedingungen (bezogen auf den Flug) habe ich mich dann doch für die Pauschalreise entschieden.

Und damit noch einmal zurück zum Thema Budget: Unterkunft/Flug kosten mich also rund 3000 Euro, wie viel sollte ich jetzt noch für die Kosten vor Ort einplanen? Die Preisdiskussionen hier im Forum waren nur bedingt eine Hilfe, da dort doch sehr große Spannen (von weniger als 100 bis weit über 500 Euro pro Tag) genannt wurden und ich aufgrund meiner Unerfahrenheit nicht wirklich abschätzen konnte, ob ich mich für das Unterhaltungsprogramm, das mir vorschwebte, eher am unteren oder am oberen Ende orientieren sollte. Ich habe es mir daher einfach gemacht und mein bisheriges Budget schlicht verdoppelt – d.h. ich plante mit rund 3000 Euro für die 14 Tage vor Ort (also damals rund 8.000 Baht pro Tag). Wenn das nicht reichen sollte, konnte ich es ja immer noch aufstocken (innerhalb gewisser Grenzen natürlich, weil reich bin ich ja nicht) – wenn ich mit weniger auskommen sollte … naja, dann würde ich mich natürlich auch nicht beschweren ;)

Jetzt hatte ich nur noch ein großes (leider unlösbares) Problem: Es dauerte noch über ein halbes Jahr, bis meine Reise endlich losgehen konnte :cry:
 

Robinsonsson

Gelegenheitssäufer
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habe ich meine Daten und Kriterien zunächst in die Suchmaske eines großen Pauschalreiseanbieters (TUI) eingegeben
Mein Tipp wäre es mal mit google maps zu versuchen. Man kann auch auf die wichtigsten Kriterien filtern, sieht bei Angabe des Zeitraums die Preise und vor allem hat man eine schöne Lageübersicht.
Nutze das vor jeder Hotelbuchung. Selbst wenn ich schon alle Hotels kenne 😅

Insbesondere die schön gestaltete Poollandschaft – inmitten eines tropischen Gartens – gefiel mir gut (so gut, dass ich mir vorstellen konnte, hier zur Not auch den größten Teil meiner Zeit zu verbringen). (An dieser Stelle ein kurzer Ausblick auf einen nachfolgenden Beitrag: Dieser tropische Garten sollte mir noch einige Probleme bereiten …)
Lärmende Kinder? Nerviger Vogel? Bin gespannt :biggrin:
Die Poollandschaft ist, in Kombination mit der Lage, wirklich das beste was Pattaya zu bieten hat.
Nur leider war bei meinen Aufenthalten der Pool immer überbevölkert.

Im zugehörigen Hotel-Thread hier im Forum hatte ich gelesen, dass es wohl nicht ganz klar/eindeutig ist, ob das Hotel nun eine Joiner Fee erhebt oder nicht – aber wie schon geschrieben, das hatte für mich nicht wirklich eine Bedeutung. (Auch hier ein kleiner Spoiler zu einem späteren Beitrag: Ich sollte zu diesem Thema doch noch Erfahrungen aus erster Hand sammeln können …)
Auch hier bin ich gespannt auf deine Erfahrungen.
Hatte das Avani bisher zweimal für insgesamt ca. 30 Übernachtungen und musste dabei jeweils keine Joinerfees bezahlen.
 

NOMAAM

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Erst man danke für deinen Beitrag (und vor allem auch für deine Tipps), aber ich komme nicht umhin, ihn ein bisschen zu "zerpflücken" ;)

Mein Tipp wäre es mal mit google maps zu versuchen.
Bei Google Maps ist in mir in letzter Zeit aufgefallen, dass bei vielen Hotels keine Preise mehr dabei stehen - vor 2-3 Jahren waren sie noch fast immer angegeben (jetzt nicht speziell bezogen auf Pattaya, eher generell). Ansonsten nutze ich auch gerne Booking (speziell wegen der Karte).

Aber ich habe in der Vergangenheit eigentlich ausschließlich positive Erfahrungen mit Pauschalreisen (und hier insbesondere TUI) gemacht, von daher ist die TUI-Seite meistens mein Startpunkt bei Recherchen (und sofern der Preis dann stimmt, buche ich das dann auch dort).

Lärmende Kinder? Nerviger Vogel? Bin gespannt :biggrin:
Falsch geraten, in einigen Tagen erfolgt die Auflösung :bigsmile

Die Poollandschaft ist, in Kombination mit der Lage, wirklich das beste was Pattaya zu bieten hat.
Nur leider war bei meinen Aufenthalten der Pool immer überbevölkert.
Bei mir war es okay, die Anzahl der Leute im Poolbereich hielt sich in Grenzen (daher waren Liegen fast immer leicht zu bekommen).

Auch hier bin ich gespannt auf deine Erfahrungen.
Hatte das Avani bisher zweimal für insgesamt ca. 30 Übernachtungen und musste dabei jeweils keine Joinerfees bezahlen.
Auch an dieser Stelle muss ich dich vertrösten :bigsmile
 

NOMAAM

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terrorgurke

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Klingt sehr spannend, mag deine methodische Art und Weise der Vorbereitung auch irgendwie. Aber ich mag ja auch Exceltabellen...:D Bin ich gerne mit dabei und schon gespannt auf deinen nächsten Beitrag!
 
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MrDeeJay

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Bei Google Maps ist in mir in letzter Zeit aufgefallen, dass bei vielen Hotels keine Preise mehr dabei stehen - vor 2-3 Jahren waren sie noch fast immer angegeben (jetzt nicht speziell bezogen auf Pattaya, eher generell). Ansonsten nutze ich auch gerne Booking (speziell wegen der Karte).
Man kann auch noch Agoda, Tripadivisor oder z.B. Hotels.com nutzen und sicher auch noch Andere. Kommt immer darauf an, ob die jeweiligen Hotels oder Portale mit dem jeweiligen Vermittlungseinstieg entsprechende Vereinbarungen haben... wenn Google nix für die Hotelvermittlung abbekommt wird auch kein Preis und kein Link zum Verkäufer angezeigt.
Ein Kollege hier aus dem Forum ist da ein absoluter Experte und Erbsenzähler und bucht notfalls auch verschiedene Tage eines Hotels über unterschiedliche Portale ... mir ist das aber zu anstrengend :LOL: - Will ja auf Urlaub und da will ichs stressfrei auch in der Vorbereitung. Aber ein bisschen vergleichen auf den Portalen und auch schauen welches Hotel grade meint mit Sonderangeboten neue Stammkunden anlocken zu müssen und zuguterletzt habe ich ja aus dem letzten Urlaub ein paar Kontakte gesammelt zu denen ich kurze Wege realisieren möchte .... aber irgendwann fällt dann die Entscheidung 😜
 
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NOMAAM

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So viel Zeit, so wenig zu tun


Es bleib mir also erst einmal nichts anderes übrig, als die Zeit bis zu meiner Abreise totzuschlagen – wobei, ein paar vorbereitende Dinge gab es ja noch zu tun.

Ich wohne knapp 200 km vom Flughafen Frankfurt entfernt, also wie komme ich da am besten hin? Nun, diese Frage ist leicht zu beantworten (da ich es schon seit vielen Jahren immer so mache): Ich fahre mit meinem Auto und parke direkt im Parkhaus neben dem Terminal – das Vorausbuchen des Parkplatzes kostete mich etwas über 100 Euro und war in 5 Minuten erledigt (inzwischen ist das leider sehr viel teurer geworden – der Betreiber hat den Frühbucherpreis einfach mal verdoppelt). Bus/Bahn sind leider für mich keine Alternativen, da ich mehrmals umsteigen müsste, was mit einem großen Gepäckstück mal überhaupt keinen Spaß machen würde (dazu kommt natürlich noch die chronische Unzuverlässigkeit der Deutschen Bahn, die die Anreise fast schon zu einem Glücksspiel machen würde – auf solch einen Stress am Urlaubsbeginn kann ich gerne verzichten).

Ansonsten gab es vorab eigentlich nicht viel zu tun: Gültigkeit meines Reisepasses überprüfen (noch gültig bis 2027), Einreisebestimmungen für Thailand gegenchecken (vorab gar nichts zu tun), Status meiner Impfungen überprüfen (könnten mal erneuert werden), Kleiderschrank auf geeignete Klamotten überprüfen und zur Sicherheit ein paar nochmal anprobieren (könnte ja sein, dass ich seit meiner letzten Reise in warme Gefilde fetter geworden bin) und natürlich weitere aktuelle Infos zu Thailand/Pattaya einsammeln (hier im Forum und anderswo).

Dabei bin ich dann doch über ein Thema gestolpert, das eine nähere Betrachtung wert war: Wie kann ich mich in Pattaya eigentlich am besten von A nach B bewegen (grundsätzlich habe ich nichts dagegen, auch etwas zu Fuß zu gehen, aber manche interessanten Lokalitäten sind ja doch weiter auseinander – und die große Hitze tagsüber macht das Gehen auch nicht grade angenehmer). Hierzu muss ich sagen, dass ich bzgl. dieses Themas noch etwas von meiner letzten Thailand-Reise (2016) geschädigt war. Damals hatte die Taxi-Mafia insbesondere Phuket fest im Griff, d.h. auch kurze Strecken gingen richtig ins Geld. Wie ich aber schnell gelernt habe, ist das aktuell in Pattaya aber ganz anders.

Baht-Busse sind sicherlich das billigste Transportmittel (und mein Hotel liegt auch noch direkt an der Second Road, daher genau auf der Route – zumindest in einer Richtung), aber nur begrenzt nutzbar/sinnvoll, wenn man Ziele in den Nebenstraßen ansteuern möchte. Die zweitgünstigste Lösung – Motobike-Taxis – kommt für mich nicht infrage, da ich mich auf zwei Rädern einfach nicht wohl fühle (weder als Fahrer noch als Passagier). Aber glücklicherweise gibt es da ja noch Bolt, deren Fahrzeuge mich (nach kurzer Wartezeit) zielgerichtet und preisgünstig von A nach B bringen können: Also habe ich mir schon vorab mal die entsprechende App heruntergeladen.

Überhaupt, Apps: Was gibt es denn da noch sinnvolles, was ich mir vorab herunterladen könnte? Mit Social Media habe ich wie schon gesagt gar nichts am Hut und ich sah auch keinen Sinn drin, jetzt damit anzufangen. Mit Dating-Apps für Thailand/Pattaya wollte ich mich auch nicht herumschlagen, also wanderten diese ebenfalls nicht auf mein Handy. Ein potentiell nützlicher Kandidat blieb aber noch übrig: Line. Ich hatte zwar nicht vor, dieses ausgiebig zu nutzen, aber ein zusätzliches Kommunikationstool kann ja nicht schaden – also installierte ich es und legte einen Account an (Spoiler: Es ergab sich im Urlaub dann doch die Gelegenheit, dieses Tool zu nutzen – aber das verlief anders als geplant …).

Da ich auch im Urlaub gerne das Internet nutzen möchte, ohne auf ein verfügbares WLAN angewiesen zu sein, habe ich mich auch hierzu etwas erkundigt: Der günstigste Weg ist wohl, mir einfach eine SIM-Karte eines thailändischen Mobilfunkanbieters zu besorgen und diese dann mit einem passenden Internet-Paket „aufzuladen“ – aber ganz ehrlich, das erschien mir viel zu kompliziert, wenn ich mir stattdessen einfach direkt am Flughafen BKK eine Tourist-SIM mit unbegrenztem Internet für weniger als 20 Euro besorgen könnte.

Von meinem letzten Thailand-Urlaub hatte ich nur noch wenig Bargeld (deutlich unter 1.000 Baht) übrig – mir war zwar klar, dass ich mir das bei Ankunft am Flughafen recht einfach besorgen kann, aber um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich bei der Reisebank dann lieber noch etwas vorab zu mir nach Hause bestellt (der Umtauschkurs ist natürlich deutlich schlechter als vor Ort in Thailand, aber ganz katastrophal war er auch nicht) – war im Nachhinein nicht die schlechteste Entscheidung (siehe Tag 1). Grundsätzlich hatte ich bzgl. Geld eine gemischte Strategie: Etwa die Hälfte meiner geplanten Ausgaben hatte ich als Bargeld zum Umtauschen dabei, den Rest würde ich dann mittels Kreditkarte am ATM ziehen.

Wenige Tage vor Abreise gab es dann nur noch eine Sache zu tun: Da mein Flug bereits um halb sieben Uhr morgens in BKK laden wird, werde ich viel zu früh am Hotel ankommen (Check-in ist ab 14 Uhr) – also habe ich das Hotel per E-Mail angeschrieben und nach der Möglichkeit eines Early-Check-ins gefragt: Ich erhielt auch prompt eine Antwort und mir wurden 3 Optionen angeboten:
  • Garantierter Check-in bereits ab 6 Uhr für 5.700 Baht (ist wohl der reguläre Preis für eine Übernachtung)
  • Garantierter Check-in ab 10 Uhr für 2.850 Baht
  • Nichts vorab buchen und mich auf mein „Glück“ direkt bei der Anreise verlassen
Da ich die letztgenannte Option ja grade vermeiden wollte und mir die erste als unnötig früh erschien, habe ich mich für die mittlere entschieden (Bezahlung sollte direkt im Hotel erfolgen) – im nächsten Beitrag berichte ich dann, inwiefern das in der Praxis geklappt hat. (Hier zeigt sich ein Nachteil der Pauschalreise: Hätte ich das Hotel einzeln gebucht, hätte ich einfach meinen Anreisetag um einen Tag nach vorne verlegen können – was aber natürlich auch mit zusätzlichen Kosten verbunden gewesen wäre.)

Was ich natürlich auch noch gemacht hatte, war eine Liste (nur in meinem Kopf – mit Zettelwirtschaft oder gar Excel will ich mich im Urlaub nicht herumschlagen) mit Dingen/Orten, die ich gerne machen/besuchen möchte.

So, damit bin ich nun auch am Ende meiner Reiseplanung/-vorbereitung angekommen – die nachfolgenden Beiträge drehen sich jetzt endlich darum, wie es mir im Urlaub ergangen ist :)
 

NOMAAM

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Tag 0 (Anreise): Sonntag, 03.03.2024 – Ab in den Urlaub …


Da mein Flug um 13:45 Uhr ab Frankfurt starten sollte und ich bis dahin noch knapp 200 km Anfahrt vor mir hatte, bin ich bereits gegen 08:45 Uhr von zuhause losgefahren – ist ein ziemlich großer Sicherheitspuffer, aber hier gilt für mich ganz klar die Regel: Lieber noch einige Stunden am Flughafen rumhängen als auch nur eine Minute zu spät dort ankommen (zumal ich bei früheren Reisen auch schon die Erfahrung gemacht hatte, dass das Chaos am Flughafen FRA – oder auch schon auf dem Weg dorthin – grundsätzlich nahezu unbegrenzt sein kann).

Das war heute glücklicherweise nicht der Fall (kaum Verkehr, keine Straßensperrungen, keine chaotischen Umleitungen am Flughafen), sodass ich einfach mein Auto im (vorab gebuchten) Parkhaus abstellen konnte und nun noch mehr als drei Stunden Zeit bis zum Abflug hatte. Check-in und Sicherheitskontrolle verliefen auch zügig, also konnte ich mir noch in Ruhe eine Kleinigkeit zu essen und ein Bierchen gönnen. Wobei die Preise hierfür echt an Wegelagerei grenzen (dass es an manchen Flughäfen diesbezüglich noch viel schlimmer ist, macht die Sache auch nicht wirklich besser …).

Der Flieger stand dann auch (fast) pünktlich zum Einsteigen bereit, ich konnte es mir also in meinem temporären Zuhause (für die nächsten knapp 11 Stunden) „gemütlich“ machen – wobei das natürlich der völlig falsche Begriff ist, da ich ja nur Economy gebucht hatte (wenn ich im Flieger sitze, ärgere ich mich zwar jedes Mal darüber, dass ich wieder zu geizig war, um Business zu buchen – aber den dreifachen Preis ist mir der Komfortgewinn dann doch nicht wert). Da die Thai Airways ja leider keine Flüge mit dem A380 ab FRA mehr anbietet (den gab es bei meiner letzten Thailand-Reise noch, ist aber auch schon einige Jahre her), musste ich mit einer Boeing 777 vorlieb nehmen (immerhin in einer 3-3-3 Bestuhlung, also ganz so schlimm war es dann doch nicht).

Ich hatte einen Gangplatz außen im „Mittelblock“ und beim Sitzabstand (nach vorne) kam es mir so vor, als wäre hier im A380 deutlich mehr Platz gewesen (vielleicht bilde ich mir das auch nur ein) – das ist dann eine der (wenigen) Situationen, in denen ich froh bin, nicht allzu groß gewachsen zu sein. Der Flug war dann insgesamt recht erträglich (an dieser Stelle ein Tipp: Besorgt euch unbedingt gute Noise Cancelling Kopfhörer – das ist ein riesiger Komfortgewinn, da dadurch der Lärmpegel von „extrem nervig“ auf „absolut nicht mehr störend“ heruntergesetzt wird), ich konnte sogar zwischendurch etwas schlafen (ist im Flieger für mich alles andere als selbstverständlich). Von der Bordverpflegung war ich enttäuscht: Als Economy-Passagier erwarte ich hier natürlich keine kulinarischen Hochgenüsse, aber das Niveau scheint mir seit meinem letzten Thai-Flug doch stark nachgelassen zu haben (naja, essbar waren die Mahlzeiten dann zumindest doch – und während des Essens vergeht einem auch zumindest zeitweise die Langeweile während eines Langstreckenflugs).

Insgesamt verlief der Flug unspektakulär – es gab zwar einige Turbulenzen (weswegen die Anschnallzeichen auch die meisten Zeit an waren: War mir aber wurscht, da ich eh immer angeschnallt bleibe) – aber alles nicht dramatisch und der Flieger landete dann auch pünktlich in Bangkok. Aber da wir jetzt aufgrund der Zeitverschiebung schon einen Tag weiter sind, erfahrt ihr erst im nächsten Beitrag, wie es von hier an weiterging ;)


(Da dieser Beitrag sehr kurz war und ich euch nicht unnötig quälen will – viele sind wahrscheinlich eh schon vor Langeweile eingeschlafen – veröffentliche ich später am Abend noch meine Erlebnisse von Tag 1; und dann gibt es auch endlich Action, versprochen :bigsmile)
 

NOMAAM

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Tag 1: Montag, 04.03.2024 – Oh wie schön ist Pattaya (naja, nicht wirklich …)


Der Flieger landete (fast) pünktlich um Viertel vor sieben in BKK und stand natürlich am äußersten Ende des (Haupt-)Terminals – also hatte ich nach dem Aussteigen jetzt erst einmal noch ca. 15 Minuten (teilweise durch die Fahrstrecken unterstützen) Fußmarsch zur Immigration vor mir. War mir eigentlich aber auch ganz recht, da ich nach dem langen eingezwängten Sitzen nun endlich meine (Bewegungs-)Freiheit wieder genießen konnte.

Die Schlange an der Immigration war zwar nicht allzu lang, aber es waren wohl auch nicht alle Schalter geöffnet – daher dauerte es ca. 30 Minuten, bis ich durch war. Beim Anstehen verspürte ich aber tatsächlich den Wunsch, dass sie Klimaanlage doch gerne etwas höher hätten drehen können: Normalerweise kann ich Kühlschranktemperaturen in Innenräumen nicht ausstehen, aber da meine Kleidung (zumindest teilweise) noch an die kalten Bedingungen in der Heimat angepasst war, wurde es mir beim Warten dann doch schnell etwas zu warm.

Das etwas längere Warten an der Immigration hatte aber immerhin den Vorteil, dass ich danach schon von meinem auf dem Gepäckband kreisenden Koffer begrüßt wurde (ist mir so eindeutig lieber als z.B. in Frankfurt, wo die Immigration zwar schnell geht, aber es dann noch ewig dauert, bis sich das Gepäck blicken lässt): Also habe ich mir schnell das Ding geschnappt und wollte nun dem nächsten ATM einen Besuch abstatten (lange danach suchen musste ich natürlich nicht).

Nachdem ich den ATM darum gebeten hatte, mir doch bitte 20k Baht auszugeben (sein freundliches Angebot, den Betrag direkt in meiner Währung – also in Euro – abzurechnen, hatte ich natürlich dankend abgelehnt, da ich ja um den in diesem Fall deutlich schlechteren Kurs wusste), schien zunächst alles normal zu funktionieren – bis ich beim letzten Schritt (und einer gefühlt etwas zu langen Wartezeit) dann schließlich die Meldung erhielt, meine Transaktion könnte nicht abgeschlossen werden. Hm, seltsam – also gleich zum nächsten ATM und es nochmal probieren – aber auch hier funktionierte es nicht.

Jetzt ging das Kopfkino los: Ist meine Karte etwa für Auslandstransaktionen gesperrt? Kann eigentlich nicht sein, das hatte in der Vergangenheit doch des öfteren schon problemlos funktioniert. Hätte ich vorab meine Bank (bzw. den Kreditkartenherausgeber) informieren müssen? Kann eigentlich auch nicht sein: Das hatte ich bei früheren Reisen zwar schon öfters gemacht, aber irgendwann erhielt in dann die Info, dass das nicht mehr nötig wäre. Wie auch immer, ich wollte mich jetzt nicht weiter damit beschäftigen (weil nach einem langen Flug funktioniert erfahrungsgemäß mein Gehirn sowieso nur noch eingeschränkt), ich hatte mir ja schon vorab genügend Baht besorgt, um für den Anfang der Reise nicht komplett auf dem Trockenen zu sitzen.

Also auf zum nächsten Punkt auf der ToDo-Liste: SIM-Karte besorgen! Mittels Vorabrecherchen im Internet hatte ich herausgefunden, dass wohl DTAC das beste Angebot einer Tourist-SIM bot (bezogen auf Preise und Leistungen) und ich hatte mit diesem Betreiber in der Vergangenheit schon gute Erfahrungen gemacht – also auf zum nächsten DTAC-Stand (sollte laut deren Webseite einige davon im Ankunftsbereich geben). Aber auch hier hatte ich zunächst kein Glück (oder ehrlicher gesagt, ich war einfach zu dämlich), da ich ausschließlich Stände von AIS und TRUE sah – bis dann irgendwann endlich der Groschen fiel: DTAC und TRUE waren ja vor nicht allzu langer Zeit fusioniert! Ein genauerer Blick auf den nächsten TRUE-Stand offenbarte es dann auch: Dort war auch das DTAC-Logo abgebildet … Meine SIM-Karte hielt ich nun nach wenigen Minuten endlich in der Hand (aber nur für ein paar Sekunden, danach verschwand sie in meinem Smartphone) – es wurde zwar nun eine TRUE-Karte, die aber exakt die gleichen Preise (699 Baht für 15 Tage unbegrenztes 5G/4G-Internet, wenn ich mich recht erinnere) und Leistungen wie diejenige hatte, die ich auf der DTAC-Homepage gesehen hatte (keine Ahnung, ob es damals überhaupt noch eine Unterscheidung der beiden Betreiber gab – war mir aber auch egal, so lange die Karte gut funktionieren würde: Und das tat sie die nächsten 2 Wochen ganz hervorragend).

Blieb also nur noch eine letzte Sache am BKK zu erledigen (den Zoll hatte ich da schon ohne Probleme passiert): Wo finde ich nun meinen Transfer nach Pattaya? Die TUI-Mitarbeiterin stand tatsächlich genau dort, wo sie laut TUI-App stehen sollte und sie hatte auch meinen Namen auf ihrer Liste. Nach ca. 5 Minuten Wartezeit wurde ich dann zur auf dem Parkplatz wartenden Fahrerin geführt und war hier erst einmal etwas erstaunt: Ich hatte eigentlich mit einem Sammeltransfer (also Minibus/Bus) gerechnet, aber es erwartete mich ein Auto (war glaube ich ein mittelgroßes SUV) ganz für mich alleine – obwohl ich gar keinen Privattransfer gebucht hatte. Da mir das natürlich sehr recht war (so dämlich, mich darüber zu beschweren, bin ich dann doch nicht …), konnte die Fahrt auch sofort losgehen.

Die Fahrt verlief unspektakulär: Es war nicht allzu viel Verkehr und die Fahrerin versuchte auch weder, irgendwelche Geschwindigkeitsrekorde zu brechen, noch hat sie mich während der Fahrt vollgelabert – dafür hatte sie sich dann am Ende auch ein nettes Trinkgeld verdient. Mein Hotel fand sie auch auf Anhieb (da hatte ich trotz GPS in der Vergangenheit schon ganz andere Sachen erlebt) und setzte mich nach ca. 80-90 Minuten direkt davor ab, es war nun kurz nach 9 Uhr.

(Während der Fahrt ist mir dann auch noch eine mögliche Ursache eingefallen, warum meine Kreditkarte am ATM vorhin nicht funktioniert hatte: Gibt es hier möglicherweise ein Tageslimit für Abhebungen im Ausland? Weil 20k Baht (+ 220 Baht Gebühren) waren ja mehr als 500 Euro …).

Nun stand ich also vorm Avani Hotel (sah von außen ja schon mal ganz nett aus) und während der Portier mir schon meinen Koffer abgenommen hatte, hatte ich nun endlich Zeit, meiner Nikotinsucht zu frönen (wäre am Flughafen im Außenbereich zwar auch schon gegangen, aber da fehlte mir einfach die Motivation, hier noch einen Umweg zu gehen – ich wollte lieber sofort weiter nach Pattaya).

Der gute Eindruck des Hotels setzte sich auch in der Lobby fort – schön gestaltet und alles sehr offen. Nun also zum Einchecken: Lief absolut problemlos, auch mein vorab verhandeltes Arrangement bzgl. des Early-Check-in wurde honoriert. Die Kaution (7000 Baht, also 500 pro Nacht) wurde auf meiner Kreditkarte geblockt (also weiß ich jetzt zumindest schon mal, dass sie generell in Thailand funktionierte …) – auf mein Zimmer musste ich aber noch etwas warten (ca. 15-20 Minuten), da es ja „erst“ ab 10 Uhr bereit sein sollte.

Um kurz vor 10 Uhr bekam ich dann auch die Zimmerkarte ausgehändigt und es ging mit dem Aufzug nach oben – mein Zimmer lag auf der 4. Etage. Es war nicht riesig groß (ca. 30 qm) und die Ausstattung war auch nicht mehr ganz neuwertig, aber alles war geschmackvoll eingerichtet (und auch sehr sauber) – Ablagen und Platz im Kleiderschrank gab es genug, aber (wie fast in allen Hotels, in denen ich bisher war, ganz egal wo) viel zu wenige Kleiderbügel, aber zum Glück habe ich ja auf Reisen stets ca. 10 Plastikbügel mit dabei (wiegen fast nichts und Platz im Koffer dafür findet sich immer).

Das Badezimmer war etwas seltsam eingerichtet (wusste ich aber vorher): Statt einer Duschkabine gab es eine normal große Badewanne, über der eine Regendusche angebracht war (zusätzlich gab es natürlich auch noch eine Handbrause). Einen Duschvorhang gab es zum Glück nicht (sonst hätte ich das Hotel auch nicht gebucht – ich hasse es wie die Pest, wenn mir die Scheißdinger beim Duschen ständig am Arsch kleben), stattdessen eine feste (Glas-)Abtrennung zwischen Wanne und restlichem Badezimmer – die sich allerdings nur über knapp die halbe Breite der Wanne erstreckte, von daher rechnete ich mit Überflutungen beim Duschen (diese Sorge stellte sich jedoch als weitestgehend unbegründet heraus, da das Wasser größtenteils von der Abtrennung und dem breiten Wannenrand abgefangen wurde). Ansonsten gab es im Badezimmer noch die Toilette und ein einzelnes Waschbecken – hier ebenfalls alles sehr sauber – und Einwegutensilien (Zahnbürste, etc.) gab es auch.

Ein „Feature“ des Badezimmers habe ich jedoch bis heute nicht verstanden: Direkt hinter der Badewanne gab es eine große Glaswand, die das Bad vom restlichen Zimmer abtrennte – wieso war die aus (nicht abgedunkeltem) Glas? Eine Jalousie zum Verdunkeln gab es zwar, aber warum nicht einfach eine „normale“ Wand einbauen? An der guten Aussicht kann es nicht gelegen haben: Das Zimmer generell hatte zwar einen schönen Blick in den Garten, aber davon sah man vom Badezimmer aus nichts, da der Wohn-/Schlafbereich im Weg lag. War die Glaswand also als „Spannerwand“ gedacht, damit man seinen Zimmerpartner beim Duschen (oder auch beim Toilettengang …) beobachten konnte? Ich schaue zwar auch gerne den Ladies beim Duschen zu (oder besser noch, dusche gleich mit ihnen zusammen), aber dafür könnte ich mich doch einfach direkt ins Badezimmer stellen …

Naja, ist auch egal, ich muss ja nicht alles verstehen. Kommen wir nun zum Balkon: Er war ausreichend groß, damit zwei Stühle und ein kleiner Tisch darauf Platz fanden (der Vollständigkeit halber: Rauchen war dort erlaubt, im Zimmer nicht) und bot eine schöne Aussicht in den Garten-/Poolbereich – tatsächlich standen einige der großen Bäume so nah, dass man schon fast danach greifen konnte. Was mir hier zum ersten Mal bewusst wurde: Moskitos waren reichlich vorhanden und sie konnten es auch kaum erwarten, mich persönlich zu begrüßen (dazu später noch mehr) …

Um schon mal etwas vorzugreifen: Die (nächtliche) Ruhe, die ich mir im Vorfeld erhofft hatte, war definitiv gegeben: Bei geschlossener Balkontür hörte man vom Innenbereich kaum noch etwas (abends/nachts war da – mit Ausnahme einer einzigen Karaoke-Party, deren Lautstärke sich in Grenzen hielt – eh nichts mehr los). Vom Straßenlärm war gar nichts zu hören und auch von dem, was sich auf den Fluren abspielte, bekam ich im Zimmer so gut wie nichts mit (nur, wenn es manche Gäste unbedingt darauf anlegten, bei ihrer nächtlichen Rückkehr so viel Krach wie möglich zu machen – was aber zum Glück so gut wie nie vorkam).

Die Klimaanlage funktionierte gut (der Auslass zeigt auch nicht direkt auf das Bett), sie war mir aber selbst auf der niedrigsten Stufe etwas zu laut, so dass ich sie nachts einfach ausgeschaltet ließ. Stand jetzt ist also das (vorläufige) Fazit, dass ich bei meiner Hotelauswahl definitiv nicht komplett ins Klo gegriffen hatte (einen großen Nachteil sollte ich doch noch finden, aber dazu mehr im Bericht zum Folgetag).

So, jetzt hatte ich Lust auf mein erstes alkoholisches Getränk in Pattaya (die Regel „kein Bier vor vier“ hat mich noch nie interessiert …) – da ich noch keine Gelegenheit hatte, dem nächstgelegenen 7/11 einen Besuch abzustatten (was eh nichts gebracht hätte, da ich um diese Zeit noch vor einem verschlossenen Kühlschrank mit Bier gestanden hätte), warf ich einen Blick in die Minibar in meinem Zimmer: Hier gab es einige Flaschen Chang und Heineken käuflich zu erwerben (sowie Softdrinks und Snacks – Wasserflaschen gab es gratis) und die Preise waren grade noch okay (ca. 100 Baht, wenn ich mich recht erinnere). Ich schnappte mir also ein Chang und trank es gemütlich auf meinem Balkon.


(Geht gleich weiter.)
 

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Tag 1 (Fortsetzung 1)


Danach packte ich meinen Koffer aus und verstaute alles im Schrank und den Schubladen/Ablagen. Inzwischen war es kurz nach Mittag und ich beschloss, etwas die nähere Umgebung zu erkunden. Praktischerweise gab es in der Hotel-Lobby einen Durchgang zur Royal Garden Plaza Shopping Mall – praktisch deshalb, weil ich dadurch am schnellsten zur Beach Road kam und das in einer angenehm kühlen Umgebung. (Damit hier keine Missverständnisse aufkommen: Ich hasse Einkaufszentren – und Shopping generell – von daher wäre es mir auch wurscht gewesen, wenn es stattdessen einfach einen stinknormalen Durchgang ohne Geschäfte etc. gegeben hätte.) Einen praktischen Aspekt hatte die Shopping Mall aber dann doch: Es gab hier auch ATMs, mit den Dingern hatte ich ja noch eine Rechnung offen …

Aber die ATMs konnten erst einmal warten, ich wollte mir ja mal zunächst etwas die Beine vertreten und einen ersten Einblick über die Umgebung verschaffen. Ich betrat also die Beach Road – und wurde erst einmal von der Mittagshitze erschlagen: Ich mag zwar Tropenhitze grundsätzlich, aber der Kontrast zum kalten Deutschland war dann doch recht heftig. Also hatte ich den Erkundungsspaziergang kurz gehalten, war nur an der Rückseite von Mall und Hotel vorbeigelaufen und dann über die Soi 13/2 (hier war am frühen Nachmittag natürlich noch nichts los) zurück zur Second Road. Direkt an der Ecke zur 13/2 befindet sich praktischerweise ein 7/11, in dem ich mir einige Dosen Chang und ein paar Snacks besorgte, bevor ich zurück in mein Hotelzimmer ging. Dort musste ich erst einmal verifizieren, ob die Chang Biere aus Minibar und 7/11 tatsächlich von gleicher Qualität waren – dieser Test verlief glücklicherweise positiv :)

Nun war es an der Zeit, meinen Kampf mit meinem bisher härtesten Gegner wieder aufzunehmen: Dem ATM! Ich ging also wieder in die Royal Garden Plaza und bemerkte, dass sich praktischerweise ein ATM direkt neben dem Eingang zum Hotel befand. Dieses Mal entschied ich mich für einen Betrag deutlich unter (umgerechnet) 500 Euro und siehe da – das Gerät spuckte mir die gewünschte Anzahl an Baht-Scheinen aus! Triumphierend wollte ich mich schon auf den Rückweg ins Zimmer machen, als mir grade noch rechtzeitig einfiel, dass Thai-ATMs ja die Karte erst NACH dem Entnehmen des Geldes ausgeben – nochmal Glück gehabt, eine einbehaltene Kreditkarte wäre meiner Laune sicherlich nicht zuträglich gewesen …

(Noch eine kurze Rechtfertigung, warum ich das mit dem 500 Euro Limit nicht wusste – obwohl ich ja zu Anfang des Berichts schrieb, dass ich schon einige Erfahrung mit Fernreisen hatte: Tatsächlich war es in der Vergangenheit immer so, dass ich möglichst viel mit Kreditkarte bezahlte und daher nur kleinere Beträge am ATM abgehoben hatte – daher ist mir schlicht nie in den Sinn gekommen, dass es hier ein doch nicht allzu hohes Limit seitens meiner Karte geben könnte.)

Zurück im Hotelzimmer – es war immer noch früher Nachmittag – bemerkte ich eine gewisse Müdigkeit (allzu lange hatte ich im Flieger ja leider doch nicht schlafen können). Mich „richtig“ schlafen legen wollte ich nicht, da ich meinen Tag-/Nachtrhythmus nicht „kaputt“ machen wollte – also legte ich mich zwar aufs Bett, döste dort aber nur so ca. 2 Stunden vor mich hin. Das hatte glücklicherweise genau den gewünschten Erfolg und danach fühlte ich mich wieder fit.

Nun war es (endlich) an der Zeit (es war jetzt ca. 16 Uhr), mich vollends in den Trubel von Pattaya zu stürzen – aber zuerst galt es, etwas gegen meinen Hunger zu unternehmen. Hierzu sei gesagt, dass ich (die meiste Zeit zumindest) kein „Fancy Eater“ bin, d.h. einfache thailändische Gerichte sind genau mein Ding, ich brauche keine „nobleren“ Restaurants (dass ich dadurch eine Menge Geld spare, ist natürlich ein netter Nebeneffekt). Ich bin aber auch nicht unbedingt ein Fan von Garküchen/Straßenständen – das hat nichts mit (größtenteils eh unbegründeten) Befürchtungen bzgl. mangelnder Hygiene zu tun, sondern ich setze mich einfach gerne hin während des Essens und schaue mir währenddessen das vorbeiströmende Leben an.

Mittels Google Maps hatte ich mir also so ein einfaches thailändisches Restaurant nicht weit weg vom Hotel ausgesucht, und zwar dieses hier:

Es liegt hinter der „Rückseite“ der Royal Garden Plaza, in einer Verbindungsstraße zwischen 2nd Road und Beach Road – laut Google Maps hat diese keinen Namen, das Aya Boutique Hotel befindet sich aber z.B. auch in dieser Straße (tagsüber ist hier wenig Verkehr, abends ist sie dann ausschließlich für Fußgänger).

Nach einem kurzen Fußweg kam ich dort an, es war nicht allzu viel los, daher habe ich also problemlos noch einen Platz bekommen. Das Ambiente ist eher rustikal – ich würde es am ehesten als eine Art Imbissbude beschreiben, mit einigen wenigen (überdachten) Plastikstühlen und -tischen. Ich weiß gar nicht mehr genau, was ich bestellt hatte (abgesehen vom obligatorischen Chang Bier) – aber es war lecker, günstig und die Portion war auch ausreichend, um meinen Hunger zu stillen. Danach machte ich noch einen kurzen Boxenstopp im Hotel und fühlte mich nun bereit, um das zu erkunden, wofür Pattaya bei Qualitätstouristen bekannt ist!

Für ein Ziel hatte ich mich auch schon entschieden: Es sollte dieser Gents Club in der Soi Chai… Pothole werden:

Ein Blick auf Google Maps verriet mir, dass ich hierfür die 2nd Road kreuzen musste (zum Glück war ich schon zuvor in Südostasien, sonst wäre ich an dieser Aufgabe wohl verzweifelt …), dann durch die Soi Diana (an der LK Metro vorbei) zur Soi Buakhao, ein kleines Stück nach links und auf die andere Seite und schon stand ich in der Soi Pothole – ein Blick auf den Straßenbelag bestätigte mir, dass ich mich definitiv nicht verlaufen hatte.

Beim Schlendern durch die Straße (das Maggie May liegt ja fast am anderen Ende) fiel mein Blick natürlich auch auf die anderen Bars und die dort davor sitzenden/stehenden Ladies – insgesamt war nicht allzu viel los, aber es war ja auch noch recht früh. Im Gegensatz zu den Videos, die ich von der Soi 6 zuvor gesehen hatte, waren die Ladies alle auch recht „zahm“, d.h. ich wurde nicht angesprungen/festgehalten, sondern konnte ungestört meinen Weg gehen (lediglich ein „Hello“ war hin und wieder zu hören). Das war mir aber auch sehr recht so, weil auf einen Spießrutenlauf hatte ich nun wirklich keine Lust.

Je näher ich meinem Ziel kam, desto nervöser wurde ich: Wie würde das jetzt genau ablaufen? Was spielt sich (hinter den geschlossenen Türen) in der Bar ab? Was geht, was geht nicht? Und natürlich die Frage aller Fragen: Wird mir das gefallen, was gleich passieren wird, oder fühlt es sich für mich so unangenehm an, dass ich den Rest des Urlaubs auf meine „Backup-Lösung“ (die meiste Zeit im Hotel am Pool verbringen) umschwenken werde?

Und dann stand ich auch schon vorm Maggie May: Im Eingangsbereich warteten einige Ladies und ich vermutete, dass sobald ich den Bereich betreten würde, mich eine von ihnen begrüßen und in die Bar führen wird, um anschließend – sofern ich ihr einen Drink spendierte – mir Gesellschaft zu leisten. Ein Blick auf die wartenden Ladies und es war klar, dass einige von ihnen mir zumindest optisch schon mal gefallen: Es waren zwar keine 20 jährigen Stunner dabei (hatte ich aufgrund meiner Vorab-Recherchen auch nicht erwartet), aber ich würde es mal „solide Mittelklasse“ nennen.

Also nahm ich meinen ganzen Mut zusammen (ich hatte ja ganz am Anfang geschrieben, dass ich generell große Probleme habe, mit unbekannten Menschen zu interagieren – Stichwort soziale Phobie) und ging auf den Eingang zu. Und es kam wie erwartet: Eine der Ladies wandte sich mir zu, lächelte, begrüßte mich mit „Sawadee Kha“ und hielt mir die Tür auf – ich lächelte und grüßte zurück und ging hinein. Sie überholte mich und führte mich zu einer Sitzecke im hinteren Bereich der Bar und ich nahm auf dem (bequemen) Sofa Platz. Sie gab mir die Getränkekarte und fragte mich, was ich möchte. Meine Wahl fiel (wenig überraschend) auf ein Chang (ca. 100 Baht) und ich bestellte auch gleich einen Ladydrink (ca. 150 Baht) für sie – worauf sie mit einem Wai reagierte und zur Bar ging, um die Getränke zu holen.

Einige werden an dieser Stelle vielleicht schon mit dem Kopf schütteln (so nach dem Motto: „Wieso gibst du der Erstbesten einen Drink aus, schau dich dort erst einmal in Ruhe um und entscheide dann, mit welcher Lady du Zeit verbringen möchtest!“) – aber für mich hat sich das genau richtig angefühlt, da sie mir optisch gefiel und auch einen netten Eindruck machte, also warum sollte ich sie „aus Prinzip“ ablehnen? Und mal grundsätzlich: Meiner Meinung nach ist der Ladydrink die Gegenleistung für die Zeit, die sie mit mir verbringt – daher finde ich die paar Euro an dieser Stelle gut investiert (und sollte sich dann herausstellen, dass es mit ihr doch nicht passt, könnte ich mich ja immer noch für eine andere entscheiden).

Während sie noch an der Bar stand, nutzte ich die Zeit, um mir den Laden mal etwas genauer anzuschauen: Insgesamt wirkte die Einrichtung in einem guten Zustand (wenig überraschend, da die Bar erst wenige Monate zuvor vergrößert und somit auch – zumindest teilweise – neu ausgestattet wurde), es gab etwa ein halbes Dutzend Sitzecken (jeweils 2 Sofas und dazwischen einen länglichen Tisch), um einige von ihnen herum gab es auch Vorhänge (waren aktuell aber alle offen). Im Barbereich gab es noch weitere Sitzplätze, aber der Eyecatcher im Raum war definitiv der kleine runde (!) Billardtisch: Der wurde auch gerne von Gästen und ihren Ladies genutzt (von mir nicht, da ich beim Billard komplett talentfrei bin und ich somit zwangsläufig zum Gespött aller Umstehenden geworden wäre). Fernseher hingen auch einige an den Wänden, dort liefen immer Musikvideos – vor allem ältere Rockmusik, was mir sehr recht war (und die Lautstärke war auch nicht übertrieben, man konnte sich noch ohne Probleme unterhalten). Zusammengefasst: Das Ambiente im Maggie May hat mir gefallen, ich fand es gemütlich (auch die Temperatur war angenehm). Allzu viele Gäste waren nicht anwesend, nur so ca. eine Handvoll.

Nun war auch schon meine Lady mit den Getränken zurück, wir stießen an und stellten uns vor. Und es lief an dieser Stelle natürlich wie (fast) immer ab (siehe Beginn meines Berichts): Kaum hatte sie mir ihren Namen gesagt, hatte ich ihn auch schon wieder vergessen (ist wirklich keine böse Absicht – und natürlich peinlich hoch zehn, wenn es auffällt – aber der Teil meines Gedächtnisses, der für Namen zuständig ist, hat wohl irgendwann mal einen großen Knacks abbekommen …) – ich werde sie daher von nun an einfach „Bee“ nennen.

Ach ja, hätte ich fast vergessen zu beschreiben – wie sah Bee eigentlich aus? Sie war etwa 1,60 m groß und hatte etwas Übergewicht (war aber für meinen Geschmack noch absolut im Rahmen), mittelgroße Brüste (ich tippte auf Natur und lag damit richtig, wie ich noch feststellen sollte) und einen „normalen“ (also weder besonders großen noch kleinen) Hintern. Sie hatte lange dunkle Haare und braune Augen (soll ja beides angeblich in Thailand nicht so selten sein), ein hübsches Gesicht und gute (auch noch vollständige) Zähne. Ihr Alter schätzte ich auf ca. 30 (tatsächlich war sie 32), insgesamt aus meiner Sicht eine solide 7/10.



(Geht gleich weiter.)
 
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Tag 1 (Fortsetzung 2)


Ich war immer noch nervös, da ich („Ersttäter“ halt) immer noch keine Ahnung hatte, bis zu welchem Grad Intimitäten okay sind und wo die Grenze liegt (die ich nicht überschreiten sollte). Sie merkte das sofort und übernahm die Führung – ich ließ sie einfach machen und passte mich ihrem „Level“ an. Die verbale Kommunikation mit ihr war schwierig, da ihr Englisch schlecht war; also wirklich unterhalten konnten wir uns leider nicht, aber trotzdem kamen wir gut miteinander klar und hatten Spaß (d.h. ich hatte definitiv Spaß – ob das auch für sie zutraf, weiß ich nicht, aber ich glaube, dass es für sie zumindest nicht ganz furchtbar gewesen ist).

Der Spaß steigerte sich parallel zum Alkoholpegel – weil bei einem Getränk ist es natürlich nicht geblieben. Es dauerte immer so ca. 20-30 Minuten, bis meine Bierflasche sich weigerte, noch weiteren Inhalt preiszugeben – und in ziemlich genau dem gleichen Tempo konsumierte Bee ihre Ladydrinks. Ich bin eine Zeit lang beim Chang geblieben, bevor ich dann auf Sangsom Coke umstieg (knapp unter 100 Baht). Und mir wurde immer mehr bewusst, dass hier in diesem Laden (auch außerhalb der Rooms) tatsächlich ziemlich viel „Zwischenmenschliches“ ging: Wilde Knutscherei (einschließlich Zungenküssen), Befummeln am ganzen Körper, usw. (Es wäre tatsächlich noch deutlich mehr hier gegangen – Stichwort Vorhänge – aber an dieser Stelle muss ich euch auf einen der späteren Tage vertrösten ;))

Nach einiger Zeit machte sich der Alkohol dann auch langsam bemerkbar (sowohl bei mir als auch bei ihr) – d.h. jetzt war der Punkt gekommen, an dem ich mich entscheiden musste, wie der Abend weitergehen soll: Ballere ich mich hier jetzt komplett weg oder frage ich Bee, ob sie nicht mit mir auf ein Zimmer gehen will? Die Entscheidung fiel schnell auf das Zimmer (schließlich könnte ich mich ggf. anschließend ja immer noch besaufen), da ich (oder viel mehr ER) inzwischen doch einigen Druck aufgebaut hatte und neugierig war, wie weit die Kompatibilität mit meiner Lady tatsächlich gehen würde. (Sorry, das war jetzt dummes Gewäsch, also hier noch einmal gerade heraus: Ich wollte sie komplett nackt sehen, ich wollte mir einen blasen lassen und ich wollte sie ficken!)

Ich fragte also Bee, ob sie mit mir „Loom“ gehen möchte und sie akzeptierte sofort – läuft :cool: Also schnell meinen Bin bezahlt – den genauen Betrag weiß ich nicht mehr, waren aber glaube ich knapp 3.000 Baht, einschließlich 4-500 für den Room. Kleines Detail am Rande: Das Zimmer stand natürlich nicht (weder hier noch in den anderen Läden, in denen ich an den nachfolgenden Tagen war) als „Boom Boom Room“ auf der Rechnung, sondern stattdessen verklausuliert als „VIP Package“ oder „House Special“ – ist ja auch vollkommen klar, in Pattaya gibt es schließlich keine Prostitution … Wir schnappten uns also unsere Getränke und sind dann ab nach oben (schon praktisch, diese Gents Clubs).

Im Zimmer angekommen (war etwas zu warm für meinen Geschmack, aber noch erträglich) schaute ich mich erst einmal um: Ein Innenarchitekt war bei der Gestaltung offensichtlich nicht eingebunden worden, aber es war hinreichend sauber und es stand ein großes Bett mitten im Raum (genauer gesagt, das Bett füllte den Raum fast komplett aus) – also vollkommen ausreichend für alles, was jetzt noch kommen sollte. Und dann ging es auch gleich schon los: Wir zogen uns aus und ich hatte nun (endlich!) die Gelegenheit, mir ihren Körper – ganz ohne störende Verpackung – genau anzuschauen. Ein paar Einblicke hatte ich schon unten auf der Couch bekommen, also war ich mir schon recht sicher, dass mich jetzt keine bösen Überraschungen erwarten würden (und nein, damit meine ich nicht die „ganz böse Überraschung“ – das hatte ich schon recht früh überprüft, dass da unten nichts hängt, was bei einer biologischen Frau hier nicht hingehört).

Die Beschreibung meines nackten Körpers erspare ich euch besser mal (sollte jemand darauf Wert legen, schickt mir eine PM), also kommen wir direkt zu ihr: Ich hatte zuvor schon erfahren, dass sie 2 Kinder hatte und gewisse Spuren hatten die an ihrem Körper auch hinterlassen – hielt sich aber noch sehr in Grenzen. Brüste und Hintern waren noch schön fest (und die Schwerkraft hatte auch noch nicht zu stark zugeschlagen); ein kleines Bäuchlein hatte sie zwar, aber das hatte ich ja vorher schon bemerkt und es störte mich nicht (ich laufe ja auch mit so etwas herum, also wer bin ich, mich an dieser Stelle zu beschweren …). Unten war sie leicht behaart, war für mich noch okay (glatt rasiert wäre mir am liebsten gewesen, aber hey – man kann nicht alles haben).

So, nun ging es gemeinsam in die Waschküche – äh, ich meine natürlich die Dusche (ist auch wurscht, war eh der gleiche Raum) und wir haben erst einmal ausgiebig gegenseitige Körperpflege betrieben. „Shy“ war Bee zum Glück überhaupt nicht: Wäre aber auch sehr seltsam gewesen nach dem, was bereits unten in der Bar abgelaufen war. Danach setzte ich mich aufs Bett und sie fing an, meinen kleinen Freund mit ihrem Mund zu verwöhnen – ihre Technik war jetzt nichts besonderes, aber so bestand zumindest keine Gefahr, dass ER zu schnell zum Abschuss kommen könnte. (Das klang jetzt negativer, als es sich tatsächlich anfühlte – tatsächlich war ihr Service absolut okay.)

Nach ca. 5-10 Minuten wechselten wir dann die Positionen und ich fing an, ihre Muschi mit Fingern und Zunge zu bearbeiten. Allzu viele Reaktionen zeigte sie dabei nicht (vielleicht habe ich mich auch einfach nur dämlich angestellt …), aber unangenehm schien es ihr auch nicht zu sein, also machte ich noch ein Weilchen damit weiter ;) Nun war es aber an der Zeit, das zu tun, weshalb wir eigentlich hier waren: Ich legte mich aufs Bett, sie streifte IHM das Gummi über, setze sich auf mich drauf und fing an zu reiten – jaaa, genau das, was ich jetzt wollte, aber Moment mal: Ich spürte … GAR NICHTS!!

Sofort schossen mir in Panik zahlreiche mögliche Erklärungen hierfür durch den Kopf:
  • Ist ER überhaupt da, wo er grade sein sollte?
    Schnell nachgeschaut/nachgefühlt: Ja, mein kleiner Freund befand sich exakt in der für diesen Zweck vorgesehenen Aussparung ihres Körpers.
  • Ist IHM bereits die Puste ausgegangen?
    Nachfühlen ergab auch hier, dass mein kleiner Freund sich immer noch (wie eigentlich schon den ganzen Abend über) so groß machte, wie ER nur konnte.
  • Oder ist SEINE Größe etwa das Problem hier?
    Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, ER entspricht ziemlich genau dem mitteleuropäischen Durchschnitt (eher etwas dicker sogar).
  • Lag es vielleicht an IHRER Größe?
    Durchaus möglich – 2 Kinder und was weiß ich wie viele Jahre im Business könnten schon ihre Spuren hinterlassen haben.
  • Schnürte IHM vielleicht das Kondom die Blutzufuhr ab?
    Auch nicht ausgeschlossen: Als ich es vor/während dem Aufziehen kurz betrachtet hatte, schien es mir schon signifikant kleiner zu sein als die Teile, die ich sonst benutze.
  • War ich vielleicht auch einfach schon zu besoffen?
    Das trug sicher auch seinen Teil dazu bei – zusammen mit der doch langsam einsetzenden Müdigkeit (der langen Anreise geschuldet).

Naja, wie auch immer – die genaue Ursache für mein damaliges „Gefühlsproblem“ werde ich wohl nie erfahren (aber vermutlich war es eine Kombination aus den 3 letztgenannten Möglichkeiten) – spielte in dem Moment auch keine Rolle, aber mir wurde schnell bewusst, dass dieser Abend nicht in einem großen Finale enden würde …

Wir machten noch eine ganze Zeitlang weiter, wechselten mehrmals die Stellung und sie gab sich auch redlich Mühe, aber es half letztendlich alles nichts: ER konnte einfach nicht kommen und ich habe es dann irgendwann abgebrochen. (Auf die Idee, das enge Kondom loszuwerden und sie es mit Mund/Hand zu Ende bringen zu lassen, war ich damals tatsächlich nicht gekommen – ich war in dem Moment wohl einfach zu enttäuscht.)

Nach dem erneuten gemeinsamen Duschen blieb im Zimmer nur noch eine Sache zu erledigen (zusätzlich zum Wiederanlegen der Kleidungsstücke, natürlich) – und da fiel mir dann plötzlich ein, dass ich vorab komplett vergessen hatte, mich mit Bee über den Preis für eine Runde Boom Boom zu unterhalten: Na, das kann ja was werden jetzt … Also erkundigte ich mich nun erst einmal vorsichtig, was sie denn für die Nummer grade haben möchte. Und ihr erahnt wahrscheinlich schon ihre Antwort: „Up to you!“ Toll, was biete ich ihr jetzt an? Zum Glück hatte ich ja schon etwas bzgl. der Preise hier im Forum gelesen, also sagte ich: „1.500?“ … und sie akzeptierte sofort :) (Nein, ich ärgere mich im Nachhinein nicht darüber, dass ich doch besser niedriger hätte einsteigen sollen – sie hat sich richtig Mühe gegeben und daher fand ich den Preis mehr als angemessen.) Ich gab ihr das Geld (und wenn ich mich richtig erinnere, noch ein kleines Trinkgeld zusätzlich) und wir gingen wieder nach unten ins Lokal. Wir setzen uns an die Bar, nahmen noch ein oder zwei Getränke zu uns und unterhielten uns noch etwas – dann hieß es Abschied nehmen und ich machte mich auf den Rückweg ins Hotel.

Ich nahm den direkten Weg zurück, aufgrund der stärker werdenden Müdigkeit hatte ich keinen Bedarf mehr, noch irgendwo einzukehren (auch wenn es erst kurz vor 11 Uhr war). Je näher ich dem Hotel kam, desto stärker vernahm ich jedoch, dass mein rechter Fuß gerne noch etwas mit mir klären möchte … Im Zimmer angekommen zog ich meine Sandalen aus und da erkannte ich auch schon das Dilemma: Eine kleine Stelle auf der Fußsohle war aufgescheuert und leicht blutunterlaufen – meine Sandalen waren zwar gut geeignet für kurze Distanzen, aber für längere Strecken war das Fußbett wohl einfach zu hart und zu wenig ergonomisch geformt, also bildete sich eine Druckstelle, die dann aufgerieben wurde. War zwar natürlich nicht so prickelnd, dass mir das gleich am ersten Abend passierte, aber jetzt konnte ich auch nichts mehr daran ändern – also reinigte ich die Stelle etwas und klebte ein Pflaster drauf, nach ein paar Tagen sollte wieder alles verheilt sein (genauso kam es dann auch). An den restlichen Tagen verzichtete ich folglich auf die Sandalen (außer bei kurzen Wegen innerhalb des Hotels) und zog stattdessen meine „normalen“ Schuhe an (und hatte von da an auch keine Probleme mehr mit den Füßen).

Nun war es Zeit fürs Bett und ich schlief auch gleich ein.

Fazit von Tag 1:
  • Ich hatte meinen Spaß (auch wenn es am Ende etwas enttäuschend verlief – und damit meine ich jetzt nicht den kleinen Kratzer am Fuß), im Maggie May hat es mir gut gefallen und mit meiner Lady hatte ich auch eine gute Wahl getroffen.
  • Gekostet hat mich der Tag (mit Essen, Einkaufen und Barbesuch) etwa 6.000 Baht (genau Buch geführt hatte ich während meiner gesamten Reise nicht), ich lag also gut innerhalb meines selbstgesteckten Tageslimits (8.000).
  • Läuft also gut bis jetzt, kann gerne so weitergehen.
 

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Guter Bericht. An dieser Stelle musste ich schmunzeln >>> (auch noch vollständige) Zähne

Ich dachte mir, sicherheitshalber sollte ich diese kleine Information erwähnen (für den Fall, dass manche etwas seltsame Vorstellungen vom Personal im Maggie May haben könnten) ;)

Aber ich kann dich beruhigen: Alle Ladies, mit denen ich im Urlaub näher zu tun hatte, hatten noch eine gute Zahnausstattung :bigsmile

Wobei, ganz ehrlich: Bei manchen "meiner" Ladies hätte ich mir gewünscht, sie hätten gar keine Zähne mehr - hätte ihren Blowjob-Skills bestimmt gut getan ...
 

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Tag 2: Dienstag, 05.03.2024 – Bin ich jetzt im Himmel?


Ich wachte früh auf (so gegen 7 Uhr) – ist bei mir normal, selbst im Urlaub. Nachwirkungen von gestern verspürte ich keine, aber ich hatte vor dem Einkehren in die Bar auch diese hier eingeworfen:
Elektrolyte After Party

Ob sie tatsächlich wirkten (die Inhaltsstoffe sollen verhindern helfen, dass man am Morgen nach dem Trinken mit einem Kater aufwacht) oder ob ich mir das nur einbildete (Stichwort Placebo-Effekt), sei jetzt mal dahingestellt …

Nun war es Zeit, mal das Frühstücksbuffet zu testen: In Rezensionen zum Hotel hatte ich hierüber viel Lob gelesen, also waren meine Erwartungen recht hoch. Und sie wurden nicht enttäuscht! Die Auswahl war insgesamt sehr groß – mit der Menge an Brot-, Wurst- und Käsesorten, wie man sie in einem europäischen Hotel vergleichbarer Kategorie findet, konnte das Angebot zwar nicht mithalten, aber das hatte ich auch nicht erwartet und es war überhaupt kein Problem für mich – denn es gab reichlich Auswahl an asiatischen Köstlichkeiten: Neben thailändischen Gerichten auch chinesische, japanische, koreanische, indische und arabische. Speziell bei den beiden letztgenannten war ich mir zwar oft nicht ganz sicher, was genau ich in dem Moment gegessen hatte (es gab zwar immer Beschriftungen, aber viele Namen sagten mir einfach nichts – und googlen hätte irgendwie die Überraschung verdorben), aber es war (fast) alles sehr lecker.

Gut gestärkt machte ich dann erst einmal einen Spaziergang durch den Innenhof des Hotels: Hier gab es einen schönen, sehr gepflegten Park (einschließlich hoher Bäume, mehrerer Teiche, etc.) und mittendrin lagen der Pool sowie die Pool-Bar (die auf der einen Seite als Swim-up angelegt war). Hinter der Bar, etwas abseits der Liegeplätze, gab es einen kleinen Raucherbereich (3 Tische mit jeweils 4 Stühlen). Irgendwo hatte ich die Beschreibung „grüne Oase mitten in Pattaya“ gelesen – das traf es ziemlich gut. Liegen (+ fest montierte Sonnenschutzdächer) gab es natürlich auch (alle um den Pool herum verteilt): Auf den ersten Blick schienen es mir recht wenige zu sein (auf die Größe des Hotels bezogen) und ich befürchtete, dass es hier schwierig werden könnte, noch eine abzubekommen – diese Sorge stellte sich aber schnell als unbegründet heraus. Liegenreservierer gab es glücklicherweise so gut wie keine: Hin und wieder waren zwar einzelne Liegen bereits früh morgens mit Handtüchern belegt (und von deren Besitzern weit und breit keine Spur), aber das waren Ausnahmefälle.

Damit war nun auch mein Plan für die folgenden Stunden klar: Ich würde es mir auf einer Liege gemütlich machen, um mit meinem Kindle oder Smartphone in der Hand einfach nur zu faulenzen (und dabei natürlich auch das ein oder andere Bierchen zu mir nehmen). Nach einem Zwischenstopp im Zimmer stand ich also wieder im Poolbereich und hatte mich auch schnell für eine Liege entschieden – die Dinger waren aus recht massivem Holz mit einer dicken Stoffauflage und sie waren sehr bequem. Jeweils zwischen zwei Liegen standen kleine Tische, auf denen sich seltsam anmutende schwarze Plastikkästchen befanden – der Zweck dieser Dinger wurde mir schnell klar, denn sie hatten einen großen Knopf mit der Aufschrift „Push for service“ (oder so ähnlich): Einmal draufdrücken, dann hörte man einen Gong in der Pool-Bar läuten und nach kurzer Zeit kam ein Kellner und fragte nach, was man denn bestellen möchte :)

Das kulinarische Angebot war recht groß: Neben allerlei Getränken gab es auch zahlreiche Speisen (sowohl kleine Snacks als auch „richtige“ Gerichte), allerdings waren die Preise ganz schön gesalzen – ein kleines Chang-Bier (0,3l) vom Fass kostete z.B. rund 170 Baht. Dafür hätte ich eigentlich erwartet, dass ein paar attraktive Ladies leicht bekleidet um den Pool herum tanzen (oder von mir aus auch darin planschen) würden, aber die hatten während meines Aufenthalts wohl grade Betriebsferien … Aber ich hatte mir natürlich trotzdem das eine oder andere Bier gegönnt – schließlich machte ich keinen Urlaub, um Geld zu sparen.

Womit ich jedoch nicht gerechnet hatte, war, dass das Hotel (oder genauer gesagt, dessen Garten- bzw. Poolbereich) auch noch auf ganz andere Besucher unwiderstehlich wirkte: Stechmücken! Natürlich war mir klar, dass ich hier in Pattaya (wie in den Tropen generell) auf das eine oder andere dieser Mistviecher treffen würde – aber in diesem Ausmaß hatte ich das nicht erwartet. Hierzu muss ich auch sagen, dass ich grundsätzlich auf Moskitos unwiderstehlich wirke: Wenn man mich mit einem Dutzend anderer Leute irgendwo nebeneinander hinstellt und 10 Mücken auf uns loslässt, dann schwirren mindestens 9 von denen garantiert gezielt auf mich los :( Ich hatte zwar ein wirksames Mückenspray dabei (Anti-Brumm Tropical, besteht zu 50% aus DEET), aber da ich mir nicht gleich von Anfang an die volle Chemie-Packung über den ganzen Körper verteilen wollte, hatte ich am Morgen zunächst nur meine Hände und Füße eingesprüht. Ergebnis davon war, dass ich am Rest meines Körpers ca. 20-30 Stiche abbekommen hatte – und das hatte ich leider erst realisiert, als ich am Nachmittag (nach einigen Stunden am Pool) wieder zurück im Zimmer war.

Glücklicherweise blieben die Stiche weitgehend folgenlos – abgesehen natürlich vom Jucken, aber dagegen hatte ich ein paar Mittelchen dabei. Eine Besonderheit gab es jedoch: Um 2 der Stiche herum bildeten sich nach einiger Zeit seltsame Verfärbungen, die so ähnlich aussahen wir Blutergüsse (und jeweils etwa so groß waren wie eine 2-Euro-Münze); das hatte ich zuvor noch nie gehabt (vielleicht reagierte ich auf einige der Viecher leicht allergisch?), aber abgesehen vom (fast schon lustigen) Erscheinungsbild – das etwa eine Woche lang anhielt – gab es auch hier keine negativen Folgen.

Aber dieses kleine Malheur hielt mich natürlich nicht davon ab, am Abend wieder auf Entdeckungstour zu gehen. Zunächst aber galt es, etwas gegen den nun (längere Zeit nach dem ergiebigen Frühstück) wieder einsetzenden Hunger zu unternehmen. Dafür hatte ich mir dieses Lokal ausgesucht:

Als ich gegen 18 Uhr ankam, war nicht viel los und ich setzte mich draußen an einen der zahlreiche Tische, direkt mit Blick auf die Bühne – dort fand aber grade keine Show statt, was mir auch sehr recht war (ich kann mit Folklore-Darbietungen nicht viel anfangen). Stattdessen gab es aber Musik aus den Boxen, in grade noch erträglicher Lautstärke (etwas mehr, und ich wäre geflüchtet). Von Moskitos blieb ich größtenteils auch verschont (die ein oder zwei Ausnahmen registrierte ich schon gar nicht mehr), also konnte ich mich voll und ganz auf die (riesige) Speisekarte konzentrieren. Nach einigem Suchen konnte ich mich dann auch endlich für ein Gericht entscheiden – ich weiß gar nicht mehr genau, was es war (irgendwas mit Cashew-Nüssen, glaube ich mich zu erinnern), aber es war lecker (das obligatorische Chang-Bier dazu brauche ich wohl gar nicht mehr zu erwähnen). Preislich lag dieses Lokal deutlich über dem einfachen, in dem ich gestern war – absolut gesehen jedoch immer noch günstig.

Nach einem kurzen Boxenstopp im Hotel war es dann wieder Zeit, mich erneut ins Nachtleben (naja, eher Abendleben – war ja erst ca. 19:30 Uhr) zu stürzen – diesmal wollte ich folgendem Etablissement einen Besuch abstatten:

Auf diesen Laden war ich besonders gespannt, da ich schon viel darüber gelesen hatte: Es sollte ja quasi ein „Hybrid“ zwischen GoGo-Bar und Gents Club sein – praktisch konnte ich mir damals noch nicht wirklich vorstellen, wie das aussehen könnte, daher war meine Neugierde natürlich sofort geweckt.


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Tag 2 (Fortsetzung 1)


Also auf zur Soi Boomerang! Auf dem Weg dorthin hatte ich mich erst einmal verlaufen, da ich nicht realisiert hatte, dass man mitten durch den „Major Cineplex“ hindurch laufen konnte: Stattdessen lief ich quer über den großen Parkplatz daneben und erst als ich auf der anderen Seite an dessen Ein-/Ausfahrt ankam, bemerkte ich den großen Fußgängerdurchgang … naja, 100 Meter zusätzlicher Fußweg würden mir schon nicht schaden. Wenige Minuten später stand ich dann auch schon vor dem Heaven Above.

Der erste Eindruck war vergleichbar wie gestern: Eine geschlossene Fassade, in Eingangsbereich einige Stehtische und auch hier warteten einige Ladies auf Gäste. Also wieder gleiche Taktik wie gestern: Ich ging auf den Eingang zu und eine der Ladies begrüßte mich und führte mich hinein. Drinnen erwartete mich allerdings ein komplettes Kontrastprogramm im Vergleich zu gestern: Es gab zwar auch hier Sitzgruppen (etwa 8-10, dazu noch ein paar Hocker an der Bar), die runden Sofas waren jedoch jeweils um einen ebenfalls runden Tisch angeordnet. Im Gegensatz zum Maggie May hatte auch nicht jeder Gast eine Sitzgruppe für sich alleine, sondern man musste sie sich mit anderen Gästen (und den jeweils zugehörigen Ladies) teilen – wäre bei der Anzahl der Gäste in Kombination mit dem doch recht kleinen Laden auch gar nicht anders möglich. Vorhänge um die Sitzgruppen herum gab es daher hier natürlich nicht (sich mit wildfremden Typen plötzlich in einem abgetrennten Separee wiederzufinden, dürfte bei den meisten Gästen wohl kaum auf Begeisterung stoßen …). Eine Besonderheit sollte ich hier auch noch erwähnen (da sich das Heaven Above bei diesem Aspekt von fast allen anderen Gents Clubs unterscheidet): Rauchen innerhalb der Bar war nicht erlaubt, dafür musste man vor die Tür gehen (dort standen im Eingangsbereich Aschenbecher auf den Stehtischen).

Ansonsten waren im Raum noch ein paar Fernseher verteilt (hingen von der Decke), auf denen Sportsendungen liefen (ohne Ton) – keine Ahnung, wofür die gut sein sollten: Wollte der Betreiber ein „Alibi“ im Falle einer plötzlichen Polizeikontrolle haben? („Nein, Officer, natürlich sind wir kein Bordell – wir sind eine Sportsbar, schauen Sie doch nur mal auf die Fernseher!“) Musik gab es natürlich auch, die Lautstärke empfand ich noch als völlig okay: Ich weiß allerdings nicht mehr, was genau gespielt wurde (das kann nur bedeuten, dass ich es mir weder besonders gut noch besonders schlecht gefiel – weil sonst könnte ich mich sicherlich noch daran erinnern). Mitten im Raum war noch eine kleine, längliche Bühne platziert (naja, eigentlich war es eher ein großer Tisch), und darum herum noch mal einige Sitzbänke – die haben in dem Laden wirklich jeden Zentimeter an Platz genutzt. Das war auch unbedingt nötig, denn es gab etwa genauso viele Ladies wie Gäste – genau nachgezählt habe ich nicht, aber ich schätze es waren etwa 30 Ladies anwesend! Tja, was haben die da alle gemacht? Es waren eindeutig zu viele, um ausschließlich als „Hostessen“ bei den Gästen zu sitzen…

Um diese Frage zu beantworten, sollten wir uns zunächst die Einrichtung des Ladens noch einmal genauer anschauen. Ich hatte ja schon geschrieben, dass es pro Sitzgruppe einen runden Tisch gab – bzgl. dieser gibt es aber 3 Besonderheiten:
  • Die Ladies achteten genau darauf, dass sämtliche Getränke (sowie Aufsteller, Bins und sonstiger Kram) immer möglichst nah am Tischrand standen, d.h. in der Tischmitte blieb immer ein großer Bereich frei.
  • Die Tische hatten alle massive Betonsockel, d.h. sie wogen bestimmt mehrere Zentner – etwas übertrieben, wenn man nur Getränke darauf abstellen möchte …
  • Direkt über jedem Tisch hing ein großer Edelstahlring von der Decke herunter (und deren Halterungen sahen auch sehr stabil aus).

Und damit sind wir nun auch endlich beim Konzept des Heaven Above angelangt: Hier tanzen die Ladies im wahrsten Sinne des Wortes auf den Tischen (und halten sich dabei zeitweise an den Deckenringen fest)! Jetzt ergibt auch die hohe Anzahl an Ladies Sinn: Etwa die Hälfte von ihnen sind Bardamen (die bei den Gästen sitzen bzw. draußen auf sie warten), die andere Hälfte sind Tänzerinnen. Und auch bei diesen gab es noch einmal einen Unterschied – die meisten von denen tanzen „nur“ oben ohne (oder in irgendwelchen knappen Oberteilen, die quasi gar nichts verdecken), einige jedoch komplett nackt (teilweise auch im Rahmen einer angedeuteten Lesben-Show). Der Grund für diese Unterscheidung liegt im Showprogramm:
  • Etwa 10-15 Minuten lang tanzt jeweils eine Lady oben ohne (oder zumindest fast) auf jedem der Tische.
  • Dann „rücken“ alle diese Ladies jeweils einen Tisch weiter und tanzen erneut.
  • Danach haben sie erst einmal Pause und die komplett hüllenlosen Ladies übernehmen.
  • Nun pausierte der komplette Showbetrieb und bevor es wieder von vorne losgeht, gab es noch … eine Polonaise!

Ja, ihr habt richtig gelesen (und nein, ich bin grade nicht betrunken): Es lief irgendein „Signature“-Song (muss es wohl gewesen sein, weil am ganzen Abend und auch bei meinen weiteren Besuchen – ich bin mal so frei, etwas vorzugreifen – wurde bei diesen Gelegenheiten immer der gleiche Song gespielt) und alle Ladies (egal, ob Bardamen oder Tänzerinnen), die grade keinen Kunden hatten, wackelten hintereinander mit den Händen auf den Schultern der jeweils davor laufenden (verdammt, wie kriege ich jetzt das Gesicht von Gottlieb Wendehals und sein beschissenes Lied wieder aus dem Kopf … hat mal jemand eine Bohrmaschine zur Hand?) im Kreis um die zentrale „Bühne“ herum, und das etwa 2-3 Minuten lang. Als ich das zum ersten Mal sah, dachte ich, ich bin im falschen Film … aber auch beim x-ten Mal fand ich es immer noch witzig :cool:

Nachdem ich nun den Laden so genau beschrieben habe, sollte ich nun endlich auch mal etwas zur Lady schreiben, die mich hineingeführt hat – tja, wie soll ich es sagen: Der erste Eindruck war nicht grade überwältigend. Sie (ich nenne sie ab jetzt Mayu) war etwa 1,65 m groß, Alter schätzte ich ca. 25-30 (genau waren es 29), sie hatte etwas Übergewicht (aber noch im Rahmen), Brüste eher klein, der Hintern war für meinen Geschmack etwas zu breit. Sie hatte mittellange Haare (dunkelblond gefärbt), grau-blaue Augen und – eine Zahnspange! (Wer trägt in diesem Alter noch eine Zahnspange?!?) Ich würde ihr eine 6/10 geben, rein optisch so gar nicht mein Typ. Aber irgendeine innere Stimme sagte zu mir „Gib ihr eine Chance!“ – also setzten wir uns zusammen an einen Tisch und dann kam auch schon der nächste potentielle Stimmungskiller: Ihr Englisch war grottenschlecht, es war quasi unmöglich, mit ihr eine Unterhaltung zu führen (okay, ich hätte mein Smartphone mit dem Google Translator benutzen können, aber a) ist das auch nicht grade die ideale Lösung und b) hatte ich wohl auch etwas Angst, dass die Tänzerin auf dem Tisch versehentlich mein Handy zertrampeln könnte …). Tja, fassen wir zusammen: Optik passt nicht wirklich, Unterhalten geht auch nicht – also war es wohl an der Zeit, die Lady zu wechseln, oder?

Bevor ich euch die Antwort hierauf verrate, noch ein kleiner Exkurs zu den Preisen im Heaven Above: Sie sind etwas höher als in so ziemlich allen anderen Gents Clubs, aber absolut betrachtet immer noch recht günstig (vor allem im Vergleich zu GoGo-Bars). Eine (kleine) Flasche Chang kostete ca. 110 Baht, Sangsom Coke etwa 100 und der Ladydrink lag bei 165. Der Zimmerpreis lag bei etwas über 500 Baht, zu Barfines kann ich nichts sagen (hatte bei keinem meiner Besuche hier eine Lady ausgelöst).

Nun also zur Frage von eben: Nein, ich tauschte Mayu nicht gegen eine andere Lady, sondern gab ihr stattdessen einen Drink aus. Mein Instinkt (der funktionierte im fast nüchternen Zustand noch hervorragend) sagte mir, dass ich mit ihr noch viel Spaß haben könnte (trotz des eher enttäuschenden ersten Eindrucks): Und so kam es dann auch! Grund dafür war, dass die Chemie zwischen uns beiden einfach passte; sie war sehr anschmiegsam, hatte ein süßes Lächeln (trotz – oder grade wegen? – der Zahnspange) und war überhaupt nicht scheu oder zurückhaltend. Sie küsste gut (intensive, lange Zungenküsse) und häufig (war mir teilweise schon fast etwas zu viel) und wir waren ständig aneinander am rumfummeln. Sie sagte auch immer wieder, wir sollten doch aufs Zimmer gehen und wenn ich das ablehnte (ich wollte erst noch etwas Party machen und ein paar Drinks zu mir nehmen), dann machte sie immer so einen lustigen (gespielt beleidigten) Gesichtsausdruck :D


(Geht gleich weiter.)