Der wahrscheinlich größte Fehler bei jeder Investition egal in welches Asset ist wohl sich in ebendieses zu verlieben.
Ich sehe diese Gefahr bei vielen Crypto Investoren die sich Ihre Anlageentscheidung egal wie tief Sie unter Wasser stehen mit immer neuen Argumenten oder Experten schönreden.
Das erinnert mich doch sehr an die Neuer Markt Zeiten, auch die Charts vieler Alts sehen verdächtig nach dem Nemax 50 aus .
Ich selber bin seit nunmehr fast 30 Jahren an der Börse unterwegs, lebe auch seit vielen Jahren (hier in Thailand ) davon .
Wenn ein Asset wie die meisten Cryptos in den letzen Monaten derart abschmieren helfen nur die Charts welche klare Signale senden um unkontrollierte Verluste zu vermeiden.
Bin grundsätzlich nicht negativ insbesondere gegenüber BTC und ETH eingesteölt und sehe bei zumindest diesen beiden nach einem Boden ( wo immer der dann ist ) durchaus großes Potential.
Sein sauer verdientes Geld aber nach dem Rat dubioser YT Experten zu investieren ist wohl mittelfristig keine Strategie.
Die Zyklen wiederholen sich bei fast allen spekulativen Assets über die Jahrzehnte, immer steht eine neue Technologie oder bahnbrechende Veränderung der Wirtschaftswelt an . Ob der Hype um das Radio mit RCA in den 20ern , die Nifty 50 in den 70ern , die NetzwerkAusrüster in den späten 90ern .
Irgendwann adaptiert die Wirtschaft und die Welt die neuen Technologien in die „alte“ Welt und die einst heißen Assets werden entweder ein Teil des täglichen Lebens oder verschwinden eben wieder.
Dies wird am Crypto Markt nicht anders sein…
Der langen Rede kurzer Sinn , die gerade bei Cryptos überschäumenden Emotionen
müssen eingefangen, reflektiert und reduziert werden damit erfolgreich am Markt agiert werden kann.
Es ist überdies völlig irrelevant wo der Boden ist ob bei 20k/12/oder 3 die Warheit ist wir wissen es nicht , also lassen wir den Markt uns zeigen wo wieder neues Vertrauen generiert werden kann. Dadurch finde ich sicher nicht das Tief aber riskiere auch nur einen Bruchteil meines Kapitals .
Würde gern noch einmal zum Thema Zyklen ausholen, weil dies letztlich entscheidend ist für jede neue Generation an den Märkten . War ein FB Post im Zusammenhang mit dem aktuellen Tech Crash passt aber hier natürlich genauso.
Zyklen sind übrigens Zyklen. Sie sind zu 100% wiederkehrend. Was augenscheinlich ein Widerspruch ist. Weil wenn dem so wäre, wüsste es ja jeder, was die Zyklizität aufbrechen würde.
Das Entscheidende ist: Zyklen sind meistens 10-20 Jahres Timeframes. Ergo mit einem Generationswechsel verbunden. Und jede Generation „Erfahrungsstufe 0“ weiss das noch nicht. Sie kennt solche Grafiken zwar. Aber sie denkt, „das ist noch nicht soweit“ betrifft mich nicht. Warum. Weil „Generation 0“ glaubt, dass der Zyklus von expliziter Ursache/Wirkung abhängt.
Bei „dotcom war viel Schrott, heute nicht, daher kann sich dotcom auch nicht wiederholen“
Das ist aber falsch. Welcher Mix aus negativen Ereignissen den Zyklus prägt, das im Detail völlig egal. Allein die Tatsache, dass es einen Negativa-Cocktail gibt, macht den Zyklus.
Die einzige gemeinsame „Basiszutat“ in jedem Zyklus ist Inflation.
Und DAS ist das entscheidende, warum sich Zyklen eben zu 100% Garantie wiederholen. Weil „Generation 0“ in jedem Zyklus sowas halt noch nicht weiss.
Man kann sich Markterfahrung halt nicht anlesen. Man muss erst einmal „auffe Fresse“ gekriegt haben.