Die hier genannten 2.000 Euro pro Monat fürs Leben in Thailand klingen ganz gut.
Wenn die Situation aber so ist, wie sie ist:
Ein Single hat 1.000 Euro / Monat zur Verfügung und kann diesen Betrag nicht mal so schnell verdoppeln.
Dann kann man trotzdem abwägen, wo es sich mit 1.000 Euro / Monat besser leben lässt.
In Deutschland oder in Thailand?
In Deutschland könnte man mit Sozialleistungen aufstocken. Dann bleiben, nach Abzug der Fixkosten (Miete, KV), etwa 500 Euro / Monat ( ca. 600 thb/Tag) übrig.
Das reicht definitiv nicht für den Lebensstandard, den die.”2.000 Euro Fraktion” in diesem Thread als Minimum propagiert.
In Thailand kann man mit monatlich 1.000 Euro ein solides Leben leben .
36.000 THB /Monat
Unterkunft 4.000 THB
Dann sind 1000 Euro pro Tag übrig.
Davon 150 THB/Tag Essen
Dann bleiben immer noch 850 THB /Tag übrig.
Das muss man erstmal ausgeben.
Für die Versicherungs Fetischisten:
Eine top KV ist da natürlich nicht drin.
Aber mit der Basis KV für ca. 100 THB/ Tag kann man auch Klar kommen.
Dann bleiben immer noch 750 THB pro Tag übrig. Das ist üppig.
Wenn darüber hinaus andere Faktoren, wie Wetter, Sanuk und Lebensqualität … für Thailand sprechen, könnte ich gut nachvollziehen, wenn sich jemand,mit monatlich 1.000 Euro, für die Auswanderung nach Thailand entscheidet.
Sollte darüber hinaus noch eine kleine finanzielle Reserve, fürs Rückflug Ticket (sollte es doch nicht so werden, wie man es sich erhofft) und zum Nachweis der Aufstockung auf 800 K THB ( Für die Aufenthaltserlaubnis) vorhanden sein, können bedenkenlos die Koffer gepackt werden.
AT Rentner mit EUR 1.000,-- Rentenanspruch, Auszahlung 14 Mal jährlich, macht in TH 14.000 pro Jahr, keine KV, jeder Arztbesuch, jedes Medikament selbst zu bezahlen (von eventuell notwendigen Krankenhausaufenthalten rede ich da noch gar nicht, die werden mit fortschreitendem Alter immer wahrscheinlicher).
AT Rentner in AT: Bekommt Ausgleichszulage (Differenz Eigenrente zu einem Richtsatz), dieses Jahr beträgt der Richtsatz 1.209,20, das 14 Mal jährlich macht 16.926,28 p.a., volle KV inkl. Rezeptgebührenbefreiung (d.h. der Selbstkostenanteil bei Medikamenten beträgt exakt Null), Krankenhausaufenthalt selbstverständlich ebenfalls kostenlos, Gebührenbefreiung OBS (Rundfunk- und Fernsehgebühr), einen EUR 10 p.m. Tarif beim Mobilfunk gratis (zB 55 GB + 1.000 min oder SMS), sehr günstige Öffi Tarife (zB Monatskarte Wien EUR 18,--). Und wer eine so geringe Rente erhält bekommt in Wien eine billige Sozialwohnung (Wohnkosten für rund 30 qm inkl Energie, Heizung etc. unter EUR 500 p.m.).
Ob da ein Auswandern sinnvoll ist muss jeder selbst entscheiden, rational betrachtet würde ich die Frage eher verneinen.