Diese Unbekümmertheit kann ich nicht nachvollziehen. Ich bezweifel nicht das deutsche Behörden in 2008 oder auch 2022 überfordert mit der Nachvervollgung von Cryptotransaktionen sind. Aber das müssen Sie auch gar nicht sein oder werden.
Ein Blick nach Amerika und die IRS (Bundessteuerbehörde in den USA) zeigt einen Blick in unsere mögliche Zukunft. Die lassen einfach Blockchain Analytics Companies für sich arbeiten (Chainanalysis, Coin Metrics, Elliptic) und das sehr erfolgreich. Da BTC nicht anonym sondern nur pseudonym ist muss man ja nur den Fiat Ein- oder Ausgang finden und der Rest liegt für alle Sichtbar offen auf der Blockchain und das für immer. Transaktionen können also auch Jahre, Jahrzehnte später noch nachgewiesen werden.
Sehr guter Beitrag. @Oberon1983
Ich gehe davon aus, dass in einigen Jahren selbst deutsche Steuerbehörden AI basierte Tools haben werden die alle möglichen Transaktionen, incl. Verschleierungsstrategien, seit Beginn der Cryptos nachvollziehen können.
Und ja, Cryptos können nicht verboten werden - aber der politische Raum hat so viele Möglichkeiten die Cryptos so unattraktiv zu machen, dass der Wert in Fiat keinen Spass mehr macht. Müssen nicht mal Verbote oder Zugangsbeschränkungen sein - eine Bestandssteuer in USA / EU auf die gehaltenen Cryptos wäre völlig ausreichend um institutionelle Anbieter und den Normalo Privatanleger zu vertreiben. Daher sollte m.E. jeder der in Cryptos (auch BTC) investiert einen (nahezu) Totalverlust nicht völlig ausschließen.